Neue Funktionen

E-Mail-Extras aus dem Versuchslabor

Web
01.04.2009 13:48
Anlässlich des fünften Geburtstages von "Google Mail" hat der Suchmaschinengigant Google allen deutschsprachigen Nutzern seines kostenlosen E-Mail-Dienstes insgesamt 42 neue Funktionen aus den hauseigenen Laboratorien spendiert. Was der derart erweiterte E-Mail-Dienst neben einem Offline-Modus, einem Detektor für vergessene Anhänge oder einer Sicherheitshürde für alkoholisierte Nutzer sonst noch zu bieten hat – krone.at verrät's.

Bei "Google Mail Labs" handelt es sich um eine Art Versuchslabor für Funktionen in der Experimentierphase, die laut Google noch nicht ganz reif für ihren großen Auftritt sind. Sie können sich jederzeit ändern, funktionsunfähig werden oder verschwinden. Bislang standen diese Funktionen nur Nutzern zur Verfügung, die den Mail-Dienst in englischer Sprache verwendeten, ab sofort können jedoch auch deutschsprachige Nutzer über das grüne Reagenzglas am oberen Bildrand der Webmail-Oberfläche auf die Funktionen aus dem Versuchslabor zugreifen und diese auf Wunsch aktivieren. Bei Nicht-Gefallen lassen sich die E-Mail-Extras ebenso einfach wieder deaktivieren.

Offline-Modus, Anhang-Detektor und Vorschau-Funktion
Aktuell stehen 42 experimentelle Funktionen zur Auswahl, darunter etwa ein Offline-Modus, um auch ohne bestehende Internetverbindungen auf Google Mail zugreifen zu können, sowie ein Detektor zum Erkennen vergessener Anhänge, der per Hinweis zu verhindern versucht, dass Nutzer aus Versehen Nachrichten ohne die dazugehörigen Anhänge abschicken. Als sehr praktisch erweisen sich aber auch die diversen Vorschau-Funktionen, mit deren Hilfe sich per E-Mail erhaltene Links zu Fotos und Videos auf Flickr, Picasa oder etwa YouTube um eine Vorschau erweitern lassen. Ohne darauf klicken zu müssen, erfahren so Nutzer, was sich hinter einem Link verbirgt.

Sicherheitshürde für alkoholisierte Nutzer
Bereits aus den englischsprachigen Labs bekannt – krone.at berichtete – dürften die "Mail Goggles"- und die "Versand rückgängig machen"-Funktion sein: Letztere verhindert durch eine zeitliche Verzögerung von einigen Sekunden, dass E-Mails vorschnell verschickt werden, während erstere vor dem Mail-Versand vom Nutzer das Lösen mehrerer Rechenaufgaben abverlangt. Erst wenn diese richtig gelöst sind, kann die E-Mail verschickt werden. So soll verhindert werden, dass etwa nach der Party am Wochenende im Vollrausch peinliche Mails verschickt werden, deren Inhalt der Nutzer am nächsten Morgen bereuen könnte. Über die Einstellungen lässt sich definieren, in welchem Zeitraum, beispielsweise täglich zwischen ein und vier Uhr morgens, diese Funktion aktiv sein soll.

Spielen in den Arbeitspausen
Eher der Unterhaltung dienlich sind die "Zufallssignatur"-Funktion, mittels derer Google-Mail-Nutzer mit Zitaten bekannter Persönlichkeiten in ihrer Signatur um sich werfen können, sowie das Snake-Spiel "Old Snakey": Wer während des E-Mail-Schreibens eine kurze Entspannungspause braucht, kann das Spiel schnell und bequem über ein Tastenkürzel aufrufen.

Wer diese und weitere Funktionen gerne nutzen würde, aber bislang noch kein Google-Mail-Nutzer ist, kann sich über die offizielle Website (siehe Infobox) kostenlos für den E-Mail-Dienst registrieren. Nach der Anmeldung stehen jedem Nutzer 7,3 Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung.

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