GEMA-Sprecherin Bettina Müller erklärte, die GEMA habe YouTube in einem ersten, unverhandelten Angebot einen Preis von einem Cent pro Video-Abruf vorgeschlagen. Außerdem verlange die Verwertungsgesellschaft eine größere Transparenz über die Nutzung des Repertoires der Künstler, die von ihr vertreten würden.
In einem offiziellen Blog-Statement bezeichnete Google die Forderung der GEMA als "beispiellos hoch in der Geschichte der Online-Musik". Der GEMA-Tarif liege mehr als fünfzig Mal über dem, was die Verwertungsgesellschaft "PRS for Music" in Großbritannien fordern würde. Übertragen auf den Kauf einer CD würde dies bedeuten, dass ein Musikliebhaber in Deutschland für eine herkömmliche CD mehr als 500 Euro zahlen müsste, so Google.
Wegen des Auslaufens der Vereinbarung und der damit verbundenen Unsicherheiten würden die Videos daher bis auf Weiteres gesperrt sein. Sowohl Google als auch GEMA beteuerten jedoch, an einer gütlichen Regelung interessiert zu sein.
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