Kampfansage

eBay will Produktfälschern das Handwerk legen

Web
30.03.2009 12:43
Das Internetauktionshaus eBay will Fälschern den Kampf ansagen und hat am Montag die Europäische Union, Markenrechteinhaber, Strafverfolgungsbehörden und Verbraucher zum gemeinsamen Vorgehen gegen Produktpiraterie aufgerufen. 2008 habe eBay die Behörden bei 71.332 Ermittlungen aller Art, darunter auch betreffend Fälschungen, unterstützt. Außerdem seien weltweit 30.000 Verkäufer von dem Online-Marktplatz ausgeschlossen worden, weil sie möglicherweise gefälschte Artikel angeboten haben, teilte der Konzern am Montag mit.

Die meisten nachgemachten Artikel würden zwar offline über mobile Händler und Märkte sowie Einzelhandelsgeschäfte vertrieben, doch das Internet könne die Sichtbarkeit von Fälschungen erhöhen, zeige eine neue eBay-Studie. Deswegen sei eine europaweite Zusammenarbeit wichtig. Auch wenn sich das Auktionshaus mit voller Kraft gegen Fälscher im Netz einsetze, hätten nur die Rechteinhaber und die Strafverfolgungsbehörden das notwendige Wissen, die Ressourcen und rechtliche Mittel, "um das Problem an der Wurzel anzupacken, noch bevor die Artikel überhaupt in den Vertrieb gelangen", so Unternehmenschef John Donahoe.

Zwei von 1.000 Angeboten gefälscht
2008 seien via eBay 2,7 Milliarden Artikel feilgeboten worden. Weniger als zwei von 1.000 Angeboten seien aus dem Netz genommen worden, weil es sich um möglicherweise gefälschte Produkte gehandelt habe. eBay arbeite über sein "Verifizierte Rechteinhaber Programm" (VeRI) mit mehr als 31.000 Markenrechteinhabern zusammen, um Fälschungen aufzuspüren und vom Marktplatz zu verbannen. Der Konzern entferne eigenständig ebenso viele Angebote wie von allen Rechteinhabern zusammen gemeldet werden. Das eBay-Team "Global Law Enforcement Operations" (GLEO) sei in Kontakt mit Behörden und habe selbst "Ermittler" und Sicherheitsexperten im Einsatz. 2008 habe das GLEO-Team 505 Fälle von sich aus an die Behörden weitergegeben.

Österreich-Niederlassung Krise zum Opfer gefallen
eBay wurde 1995 in den USA gegründet und ist seit 2001 in Österreich vertreten. Hierzulande hat die Plattform mehr als 1,5 Millionen registrierte Mitglieder. Der Konzern hatte zum Jahresende 2008 einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Der Überschuss fiel im Schlussquartal um fast ein Drittel auf 367 Millionen Dollar (276 Millionen Euro), der Umsatz ging um sieben Prozent auf 2,04 Milliarden Dollar zurück. Im Oktober hatte das Unternehmen bekannt gegeben, weltweit rund zehn Prozent der Stellen streichen zu wollen. Dem Sparprogramm fiel auch die Österreich-Niederlassung mit zwölf Marketing-Mitarbeitern zum Opfer. Der österreichische Markt wird nun von Zürich aus betreut.

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