Hacker rüsten auf

Conficker-Großangriff für 1. April befürchtet

Web
26.03.2009 10:34
Heimlich, still und leise hat sich der Computerwurm Conficker auf Millionen PCs rund um den Globus eingeschlichen, wo er noch immer auf seine Chance wartet. Antivirus-Experten registrieren derzeit viele Anzeichen dafür, dass sich der Schädling für einen "Großangriff" am 1. April rüstet.

Martin Penzes, technischer Direktor von Sicontact, das die ESET-Sicherheitssoftware in Österreich vertreibt, bemerkt mit Sorge, wie sich die Virenautoren derzeit verhalten: Die Millionen infizierter Computer, bildhaft auch "Zombies" genannt, holen sich täglich Updates und Instruktionen von einigen hundert Domains. Die "Guten" kämen gar nicht mehr nach, diese Websites zu sperren. Bis 1. April, ein allgemein beliebtes Datum für Virenattacken, sollen die Virenautoren auf 50.000 Domains "aufrüsten", um von dort die "Zombies" fernzusteuern.

"Ziele können Attacke von Millionen PCs nicht standhalten"
"Das Hauptziel der Virenautoren ist ein globales Bot-Netz", so Penzes. Mit dessen Hilfe lassen sich neben den lästigen Spams beliebige Ziele angreifen, die der Attacke von Millionen PCs nicht standhalten können. "Die Seiten von Geheimdiensten oder Regierungen wären da noch ein harmloses Ziel. Es besteht die Gefahr, dass Schäden an der Infrastruktur des Internets entstehen." Man könne sich vorstellen, was passiert, wenn weltweit tätige IT-Unternehmen wie zum Beispiel Google im Fadenkreuz stehen würden. Aber Conficker könnte auch die Passwörter und sensible Kreditkarten- und Bankdaten der infizierten Rechner ausspionieren, warnt Penzes.

Finanzielle Interessen
Hinter Conficker steht dem Experten zufolge eine Hacker-Gang, die rein geschäftliche Interessen verfolgt. "Durch Spam ist noch immer unheimlich viel Geld zu verdienen." Bot-Netze können aber auch ganz oder teilweise an andere Kriminelle vermietet werden. Und für Passwörter und Kreditkartennummern gibt es ebenfalls einen blühenden Schwarzmarkt. Um sich zu schützen empfiehlt Penzes, regelmäßig alle Microsoft-Updates zu installieren, eine aktuelle Antiviren-Software einzusetzen und auch bei der Verwendung von USB-Sticks und –Festplatten Vorsicht walten zu lassen – schließlich hatte es der Wurm damals auf diesem Weg in das Computernetzwerk der Kärntner Spitäler geschafft.

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