Skype hat gut 400 Millionen registrierte Nutzer weltweit. Für eBay entwickelte sich der milliardenschwere Zukauf in den vergangenen Jahren jedoch zur Enttäuschung: Der Telefoniedienst konnte die Ziele beim Umsatz und vor allem beim Gewinn nicht erfüllen.
Nun will Skype von dem Wandel in der Telekom-Branche profitieren. Die Vision sei, Skype als einheitliche Kommunikations-Plattform über verschiedene Geräte-Arten hinweg - egal ob Handys oder Computer - zu etablieren.
Mit der Zusammenarbeit dürften neue Konflikte mit den Netzbetreibern allerdings vorprogrammiert sein: Bei Skype sind die Anrufe zwischen Nutzern gratis, mit einer Daten-Flatrate würden also keine Gesprächskosten anfallen.
T-Mobile-Chef Hamid Akhavan gab in einer ersten Reaktion jedoch zu verstehen, dass Skype für sein Unternehmen kein Thema sei, da es seitens der T-Mobile-Kunden keinen großen Bedarf danach gebe. Die Telekom-Tochter habe daher kein Problem damit, wenn Skype auf Smartphones wie dem Google-Telefon G1 oder Handys von Nokia installiert werden könne.
T-Mobile kündigt Zusammenarbeit mit Nokia an
T-Mobile selbst hatte wenige Stunden vor Bekanntwerden der Partnerschaft zwischen Nokia und Skype eine Zusammenarbeit mit dem finnischen Handyhersteller angekündigt. Demnach sollen T-Mobile-Kunden mit Nokia-Handys von der zweiten Jahreshälfte an direkt auf die Nokia-Plattform "Ovi" zugreifen können.
Noch vor einem Jahr hatte T-Mobile es strikt abgelehnt, den Kunden einen Zugang zum "Ovi"-Angebot zu öffnen. Nokia habe damals die eigenen Dienste zu sehr in den Vordergrund gestellt, argumentierte Akhavan seinerzeit. Nokia hatte in Barcelona angekündigt, "Ovi" (Finnisch für "Tür") zu einem Software-Marktplatz nach dem Vorbild des AppStore für Apples iPhone auszubauen.
Gleichzeitig will T-Mobile auch die eigene Handy-Internet-Plattform weiter entwickeln. Bereits vom ersten Quartal 2009 an sollen die Kunden kleine Programme für mobile Dienste, sogenannte Widgets, auch auf anderen Geräten als dem iPhone oder dem Google-Handy G1 nutzen können.
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