Schönheit liege nicht nur im Auge des Betrachters, sondern sei auch in den Augen der Mehrheit der Betrachter feststellbar, so die Ausgangsthese Cohen-Ors. Er untersuchte daher 68 israelische sowie deutsche Männer und Frauen im Alter zwischen 25 und 40 Jahren, die er hundert Gesichter nach ihrer Schönheit auf einer Skala beurteilen ließ.
Die Bewertungen fanden Eingang in eine Datenbank und wurden mit 250 Messungen und Eigenschaften des Gesichts verglichen, etwa mit den Proportionen von Nase, Kinn und dem Abstand zwischen Ohren und Augen. Davon ausgehend entwickelten die Wissenschaftler einen Algorithmus, der ein beliebiges Foto durch die als attraktiv befundenen Eigenschaften verändern kann.
Das Besondere an dieser Erfindung sei die kaum merkliche Veränderung - im Gegensatz zu den bisher oft üblichen starken Eingriffen bei Bildern von Models auf Titelseiten (Vorher-Nachher-Bilder siehe Infobox). Das erzielte Bild sei dem Originalbild in vielen Fällen sehr ähnlich, sagen erste Tester. Mit den Ergebnissen von markanten Gesichtern wie etwa bei Woody Allen oder Brigitte Bardot waren die israelischen Entwickler hingegen wenig zufrieden. (pte)
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