"Jeder, der bis jetzt gedacht hat, man kann mit Spam etwas verdienen, wurde nun eines Besseren belehrt", freute sich MySpace-Sicherheitschef Hemanshu Nigam gegenüber der Associated Press über das harte Urteil. "Es ist ein klares Zeichen."
Wallace und Rines betrieben ihr schmutziges Geschäft seit den 90ern. Im E-Mail-Bereich brachten sie es zuletzt auf 30 Millionen Spam-Mails pro Tag. Auf MySpace sollen sie diverse Accounts gehackt haben und mittels Spezialsoftware Tausende Nachrichten verschickt haben. Mit dem Anschein, es handle sich um eine Nachricht eines Vertrauten, wurden die Empfänger auf Malware-Sites weitergeleitet oder mit hinterhältigen Klingelton-Abos in die Kauffalle gelockt. Ihre in den Neunzigern aktive Firma "Cyber Promotions" war einer der Gründe, warum in den USA Anti-Spam-Gesetze entstanden sind. 1997 wurden sie schon zur Zahlung von vier Millionen Dollar an AOL verurteilt. Nach dem sogenannten "CAN-SPAM"-Gesetz wurden die beiden jetzt buchstäblich vernichtet.
Ingesamt 230 Millionen
Die Rechnung, die Wallace und Rines in den nächsten Tagen erreichen wird - zum Gerichtstermin waren die beiden trotz behördlicher Anweisung nicht aufgetaucht -, ist eine saftige: Zusammen müssen sie 157,4 Millionen zahlen. Rines wurden ebenfalls nach dem CAN-SPAM-Gesetz zusätzlich noch 63,4 Millionen Dollar aufgebrummt. Weitere 1,5 Millionen kommen unter dem kalifornischen Anti-Phishing-Gesetz zusammen, 4,7 Millionen Dollar machen MySpaces Anwaltskosten für das Verfahren aus. Laut MySpace sind für die Socialising-Plattform außerdem noch 3 Millionen durch einen weiteren Passus des CAN-SPAM-Gesetzes drin.
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