Gegenüber seinem Vorgänger, der 1998
präsentiert wurde, hat Care- O-bot II nicht nur ein neues
Design. Der Arm mit 6 Freiheitsgraden und einer Reichweite von
etwa einem Meter ist speziell für Haushaltsaufgaben konzipiert.
Über einen schwenkbaren Kopf mit Kameras und Laserscanner
nimmt Care- O-bot II seine Umgebung wahr. Er vergleicht die Daten
mit Objekteigenschaften aus einer Datenbank und kann so selbstständig
bestimmte Gegenstände erkennen. An der Hand befindet sich
ein weiteres Kamerasystem, um den Griff genau zu überwachen
und zu präzisieren.
Horcht aufs Wort
Die Bedienung erfolgt über einen abnehmbaren
Touchscreen. Der Benutzer kann so die Aktionen des Roboters auch
dann überwachen, wenn er sich nicht im gleichen Raum aufhält.
Den Roboter kann man aber auch herumkommandieren: Ein Mikrofon
nimmt die Sprachbefehle wahr und setzt sie um. Etwa 10 Stunden
halten die Batterien im Dauerbetrieb bevor Care- O-bot II zur Ladestation
fahren muss.
Mensch- Maschine- Kommunikation
Care- O-bot II kann gebrechlichen Personen auch als
Gehhilfe dienen. Seine Navigationsalgorithmen und seine Sensorik
erlauben es ihm, sich selbstständig in der Wohnung zurechtzufinden
- wie er in einer Versuchts- Wohnung kürlich unter Beweis
stellte. Ziel des im Jahr 1999 gestarteten Projekts "MORPHA" ist
die Entwicklung neuer Interaktionsformen zwischen Mensch und ITSystemen.
Als eines von sechs Leitprojekten im Bereich der MenschTechnik- Interaktion
(MTI) wurde "MORPHA" nach vierjähriger Laufzeit nun abgeschlossen.