Unter Druck aus Washington will der Karibikstaat Kuba eine Wirtschaftsreform nach dem Vorbild der sozialistischen Marktwirtschaft Chinas und Vietnams umsetzen.
Anstelle der bisher vom Staat stark gesteuerten Planwirtschaft soll die geplante Öffnung mehr Beteiligung des Privatsektors ermöglichen, wie Präsident Miguel Díaz-Canel ankündigte. Das Politbüro der Kommunistischen Partei und die Nationalversammlung Kubas müssten die Reform noch billigen.
„Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden es ermöglichen, die seit langem bestehenden Widersprüche zwischen der zentralen Planung und den Anreizen zu lösen“, sagte Díaz-Canel vor Journalisten. Auch Änderungen im Agrarbereich sowie eine Umstrukturierung des Staatsapparats seien vorgesehen. Zudem würden einige für private Akteure bisher verbotene Wirtschaftsaktivitäten künftig erlaubt. Weitere Angaben dazu machte er nicht.
Beziehung zu USA soll sich verbessern
Die US-Regierung hat in den vergangenen Monaten mit einer Reihe von Sanktionen den wirtschaftlichen Druck auf Kuba erhöht. Washington will dadurch politische und wirtschaftliche Reformen auf der Insel forcieren. Seit der Revolution 1959 unter Fidel Castro sind die Beziehungen zwischen Washington und Havanna angespannt.
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