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Der Roboter, der alles kann

Der Roboter, der alles kann
In den Köpfen vieler Science- Fiction Autoren und Hollywood- Regisseure spielen sie schon lange eine Rolle: Roboter. Bisher versteckten sich hinter den Maschinen eher plumpe Haushaltshilfen, die lediglich den Rasen mähen oder den Boden wischen können. Der "Care- o-bot" zeigt jedoch, wie der Roboter der Zukunft aussehen kann.
Sich genüßlich zurücklehnen und einen Roboter die Arbeit erledigen lassen - diesen Traum verfolgt der Mensch seit vielen Jahrzehnten.
In der Industrie, zum Beispiel in der Autofertigung, sind Roboter schon seit langem gang und gäbe und fixer Bestandteil in der Produktion. Aber auch Privatleute können sich in Zukunft auf ein elektro- mechanisches Helferlein freuen. Schon in wenigen jahren sind Fensterreinigungsroboter für den Hausgebrauch zu erwarten, sagen Experten voraus.
 
Der "Care- o-bot" - ein universeller Haushaltsroboter
Die ersten einfachen Roboter gehen dem Menschen schon seit längerem zur Hand: Sie saugen, wischen, mähen Rasen oder wachen bei Bedarf auch über Haus und Hof. Ein universeller Haushaltsroboter, der zahlreiche Aufgaben erledigen kann, könnte bereits in 10 Jahren Serienreife erhalten und in Massenproduktion gehen, so Martin Hägele, Leiter der Abteilung Robotersysteme am Fraunhofer- Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA). Zusammen mit seinem Team arbeitet Hägele am "Care- o-bot", einem Roboter mit weitreichenden Fähigkeiten.
 
Die Fähigkeiten des Tausendsassas
Hinter dem "Care- o-bot" versteckt sich ein Tausendsassa, der seinem Besitzer nicht nur bei einfachen Arbeiten wie Tisch decken, Mikrowelle bedienen und Putzen zur Hand gehen soll. Der mechanische Mitbewohner könnte auch kleinere Botengänge erledigen, "seinen" Menschen stützen oder führen, das Telefon für ihn suchen und ihm die heruntergefallene Fernbedienung aufheben. Der "Care- o-bot" erinnert außerdem an die regelmäßige Einnahme von Medikamenten und reicht zu den Pillen gleich ein Glas Wasser. Bier holen soll er auch können.
 
Verwendungszweck und daraus resultierende Probleme
Einsatzmöglichkeiten für den Roboter sehen die Konstrukteure beispielsweise im sozialen Sektor. "Solche Handreichungen könnten
älteren Menschen länger die Unabhängigkeit bewahren", meint Hägele. "Eine Alternative zur Pflege durch einen Menschen wird dies allerdings niemals werden." Bisher scheitert es vor allem an der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine, zudem hätten es Roboter- Pfleger auch schwer, von Menschen akzeptiert zu werden. Ein weiteres Manko: Die Apparate können bislang kaum komplexe Situationen erkennen und ihr Verhalten darauf einstellen. "Ich habe mir zum Beispiel keinen Staubsaugerroboter gekauft, weil die Geräte keineswegs die Aufgabe gelöst haben zu unterscheiden, was Schmutz ist und was nicht.", sagt Paul Levi vom Karlsruher Forschungszentrum Informatik.
 
Ein weiter Weg zu einem alltagstauglichem Produkt
Nicht unerheblich in der Roboter- Entwicklung: Die Frage nach dem Preis. Schließlich sind heutige Prototypen für ein Massenprodukt noch viel zu teuer. "Ein Haushaltsroboter darf höchstens so viel kosten wie ein Mittelklassewagen", meint Franz Freyberger, der an der TU München forscht. Hägele vergleicht den Entwicklungsstand der Blech- Kameraden mit den ersten Autos: "Die Modelle am Anfang des 20. Jahrhunderts konnten auch schon fahren, der Weg zu einem alltagstauglichen Produkt war aber noch weit." Obwohl R2- D2 und Co noch viele technische Hürden nehmen müssen, so sind sich die Forscher doch in einem Punkt einig: Die Roboter kommen.
 
(Fotos: www.care- o-bot.de)
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