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18.09.2014 - 05:41

"Gyrokinesis" - Yoga mit Dreh

06.10.2003, 18:57
"Gyrokinesis" - Yoga mit Dreh
Die fließenden Bewegungen der jungen Frau erinnern eher an Tanzen als an Yoga. Und tatsächlich, die anmutigen Übungen vereinigen Konzepte aus Yoga, Tanz, Turnen, Schwimmen und Tai Chi.
In Österreich ist dieses Training namens "Gyrokinesis" noch unbekannt, in den USA der neueste Wellness- Hit. Erfunden wurde es in New York ursprünglich als "Yoga für Tänzer" vom Ballettänzer Juliu Horvath. Heute können Menschen aller Alters- und Trainingsstufen ihre Muskeln und auch ihre Ausdauer mit Gyrokinesis stärken. Sogar zur Rehabilitation nach Unfällen und Verletzungen wird das "Yoga mit dem Dreh" eingesetzt.
 
Konzentration auf Wirbelsäule und Becken
"Eine Trainingseinheit beginnt mit verschiedenen Massage- , Reibe- und Drucktechniken von Kopf bis Fuß, begleitet von bestimmten Atemmustern, um den Körper zu erwecken", erklärt Michelle Makowsky, Gyrokinesis- Trainerin in der Shinergy- Zone in Wien. "Danach wird die Konzentration auf Wirbelsäule und Beckenbereich gerichtet. Die Trainierenden sitzen auf Stühlen und mobilisieren die Wirbelsäule durch beugende, streckende, kreisende und spiralförmige Bewegungen."
 
Auftanken mit Energie
Mit den rhythmischen und wogenden Bewegungsformen wird die verspannte Muskulatur gelockert und ebenso wie die Gelenke trainiert. Die Wirbelsäule ist bei allen Bewegungen das Zentrum und somit werden ganze Muskelketten aktiviert. Die Übungen werden nicht statisch gehalten, sondern bestehen aus fließenden Bewegungen. Die zugehörigen Atemmuster üben positive Reize auf das Nervensystem aus. Die Bewegungen stimulieren die inneren Körperorgane und das lymphatische System. Nach dem Training fühlt man sich vollkommen "Energie geladen".
 
Üblicherweise wird zweimal pro Woche für etwa eineinhalb Stunden trainiert. Michelle Makowsky stellt im Folgenden ein paar der sieben Basisübungen zum Nachmachen vor. Lies dir bitte zuerst die Anleitungen durch und orientiere dich dann an den Bildern (siehe Linkbox)!
 
Für alle Übungen auf dem Hocker, Sessel etc. gilt folgende Grundhaltung: Die Beine werden seitwärts gespreizt und ein bisschen mehr als 90 Grad gebeugt. Die Zehen bilden mit dem Knie eine Linie, die Zehenspitzen werden nach oben gespreizt. Sitz gerade auf deinen Sitzknochen. Das erreichst du, indem du dir einen Faden vorstellst, der wie bei einer Marionette an deinem Kopf befestigt ist und dich gleichsam hochzieht. Fall dabei aber nicht in ein Hohlkreuz!
 
Übung 1 und 2 - Arch and Curl:
Drücke dein Brustbein aus der Mitte hoch, die Bauchmuskeln bleiben angespannt. Die Hände hinter den Kopf geben, die Ellbogen ziehen nach oben. Dein Oberkörper gleicht jetzt einem Bogen (Arch). In einer fließenden Bewegung nun den Oberkörper nach vorn wölben (Curl). Den Blick zum Nabel richten, die Ellbogen nach vorne ziehen. Beine in den Boden drücken, damit die Bauchmuskulatur aktiviert wird. Achtmal wiederholen. Am Ende der Bewegung solltest du immer ausatmen.
 
Übung 3 - Side- Arch:
Den Arm über den Kopf seitlich ausstrecken, anderen Arm in der selben Bewegung nach unten. Der Ellbogen zieht nach oben, die Hand ist nach unten abgewinkelt. Die Hüfte bleibt stabil und gerade. Nun fließend Oberkörper aufrichten und den anderen Arm ausstrecken. Viermal auf jeder Seite in langsamen Bewegungen wiederholen, am Ende immer ausatmen. Dein Oberkörper stellt dabei gleichsam einen seitlichen Bogen dar.
 
Übung 4:
Setz dich im Langsitz auf den Boden. Greife nun außen an den Fuß. Wer nicht hinkommt, beugt ganz einfach die Knie. Die andere Hand zieht in einer fließenden Bewegung nach oben und außen. Spüre die Dehnung! Nun kommt der andere Arm an die Reihe. Viermal pro Seite wiederholen, am Ende der Bewegung ausatmen.
 
Übung 5:
Diese Übung stellt den Abschluss jedes Gyrokinesis- Trainings dar. Du stehst dabei aufrecht. Beuge dich nun langsam nach unten, bis die Hände auf dem Boden aufliegen. Wer das nicht schafft, stellt einen kleinen Hocker unter die Finger. Nun das Gewicht auf Hände und Füße verteilen. Dabei alle vier Extremitäten fest in den Boden drücken. Die Lendenwirbel nach oben ziehen und spüren, wie sich der Rücken dehnt! Tief ein- und ausatmen.
 
Mag. Eva Greil
Fotos: Gerhard Bartel
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