Der Ministerrat in Rom beschloss am Freitag, ein bis Ende dieses Jahres geltendes Dekret nicht zu verlängern, das aus Sicherheitsgründen strenge Regeln für WLAN-Netze vorgesehen hatte. Das von Ex-Innenminister Giuseppe Pisanu zur Bekämpfung des Terrorismus eingeführte Dekret sah vor, dass Nutzer ihre persönlichen Daten mitteilen müssen, um Zugang zu einem WLAN zu haben.
Das Dekret Pisanu habe allerdings keine Vorteile im Kampf gegen den Terrorismus bewirkt, stattdessen vielmehr auf beträchtliche Weise die Entwicklung des WLANs in Italien beschränkt, berichtete Innenminister Roberto Maroni. Auch die Opposition begrüßte den Beschluss der Regierung. Ab dem 1. Jänner wird man daher auch in Internet-Cafés, auf Bahnhöfen oder Flughäfen Zugang zu einem WLAN haben können, ohne eine Ausweis-Fotokopie vorlegen zu müssen.
Kritisch zeigte sich dagegen der Anti-Mafia-Oberstaatsanwalt Piero Grasso. "Der freie WLAN-Zugang wird die Arbeit der Ermittler erheblich erschweren. Immer mehr Kriminelle werden WLAN nutzen, um keine Spuren zu hinterlassen", mahnte Grasso.
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