Bewaffnete Konflikte würden künftig mit einem Hackerangriff beginnen; erst danach würden Luftangriffe oder eventuell ein konventioneller Krieg kommen, sagte Verteidigungsminister Bogdan Klich gegenüber der "Rzeczpospolita": "Deshalb müssen unsere Systeme gesichert werden."
Sein Ressort wollte keine näheren Informationen über das Zentrum für Kybernetische Sicherheit und die damit verbundenen Kosten erteilen. Die "Rzeczpospolita" erfuhr lediglich, dass das Zentrum mit einer Militär- Sondereinheit seit Sommer Verteidigungsministerium und Befehlskommandos schützt, die regelmäßig Ziel von Cyber- Attacken seien.
Das Zentrum soll bald auch über die Sicherheit der im Kampfeinsatz befindlichen Soldaten wachen. Die polnische Armee arbeitet aktuell an der Gründung eines "digitalen Bataillons", in dem Soldaten aktuelle Informationen unmittelbar von der Front erhalten sollen.
"Ein Soldat wird auf einem Bildschirm sehen können, wo sich seine Kameraden befinden, und welche Aufgaben sie gerade durchführen. Und die Befehlshaber werden die Situation auf einem großen Display beobachten", erklärte Minister Klich dazu. Laut Zeitung verfügen bisher nur ein paar Armeen auf der Welt, unter anderem die amerikanische und die israelische, über solche Einheiten.