Prinzessin Ingrid Alexandra ist wegen der schweren Erkrankung ihrer Mutter Mette-Marit vorzeitig aus Australien nach Norwegen zurückgekehrt. Da ihre Bewerbung an der Universität Oslo jedoch nach Fristablauf einging, wurden Vorwürfe laut. Nun bezieht die Hochschule Stellung.
Die Rückkehr von Prinzessin Ingrid Alexandra (22) nach Norwegen bewegt die Öffentlichkeit. Eigentlich hatte die künftige Thronfolgerin erst im Spätsommer 2025 ihr Studium an der Universität Sydney begonnen.
Doch die dramatische gesundheitliche Lage ihrer Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit (52), änderte alles: Mette-Marit leidet an schwerer Lungenfibrose und wurde kürzlich auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt. Um ihrer Familie in dieser schweren Zeit beizustehen, brach die Prinzessin ihre Zelte in Australien ab und wechselt zum Herbstsemester 2026 an die Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Oslo.
Doch genau dieser Wechsel sorgt nun für Diskussionen in Norwegen. Der Grund: Ein vermeintliches Fristversäumnis bei der Anmeldung.
Deadline verpasst – Prinzessin bevorzugt?
Wie das Universitätsmedium „Uniforum“ berichtete, lief die offizielle Bewerbungsfrist für Austauschstudierende an der Universität Oslo bereits am 1. Mai 2026 ab. Die Nominierung der Universität Sydney für die royale Studentin ging dort allerdings erst am 8. Mai ein – also eine volle Woche zu spät. In den sozialen Medien und norwegischen Medien wurden schnell kritische Stimmen laut: Wurden für das Mitglied des Königshauses die Regeln gebeugt?
Die Universitätsleitung weist diese Vorwürfe nun jedoch entschieden zurück und betont, dass keinerlei Privilegien im Spiel waren.
Verspätete Bewerbungen sind „keine Seltenheit“
Gegenüber den Medien stellte Studiendirektor Audun Digerud klar, dass ein solches Vorgehen der absolute Regelfall im internationalen Universitätsalltag sei. Die Hochschule agiere bei verspäteten Nominierungen von Partneruniversitäten seit vielen Jahren bewusst pragmatisch und flexibel.
„Manche Partner haben andere Zeitpläne als wir, oder es können Fehler auftreten. Daher sind wir, wo immer möglich, flexibel“, so Digerud. Es handle sich also keineswegs um eine exklusive Ausnahmeregelung für die Prinzessin.
Da deutlich mehr norwegische Studierende nach Australien gehen als umgekehrt, kam der Universität Oslo ein zusätzlicher Austauschgast im Sinne der Balance sogar sehr gelegen.
Herzlicher Empfang an der Fakultät für Sozialwissenschaften
An der Hochschule freut man sich jedenfalls auf den prominenten Neuzugang. Rektorin Ragnhild Hennum hieß die Prinzessin bereits offiziell willkommen und betonte das starke akademische Umfeld der Stadt.
Welche genauen Fächer Ingrid Alexandra belegen wird, behält der norwegische Hof bislang für sich. Die Fakultät genießt jedoch international vor allem in den Bereichen Politikwissenschaft und Psychologie einen hervorragenden Ruf. Für Ingrid Alexandra steht in den kommenden Monaten ohnehin das Wichtigste im Fokus: Die emotionale Unterstützung ihrer schwer kranken Mutter.
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