Mit ihrem Ohrwurm „Bangaranga“ fegte Dara beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien die Konkurrenz vom Platz und bescherte Bulgarien den ersten ESC-Sieg überhaupt. Jetzt enthüllt die Sängerin: Kurz vor dem Mega-Triumph wollte sie den Wettbewerb gleich zweimal verlassen!
„Ich wollte aufhören“, gesteht die 27-Jährige jetzt in einem emotionalen Interview mit BBC Newsbeat. Der Grund: Die psychische Belastung wurde ihr zeitweise zu groß.
„Ich lag zitternd im Bett“
Als Dara offiziell als bulgarische ESC-Kandidatin vorgestellt wurde, reagierte ihr Körper mit Alarm. Die Sängerin hatte erst kurz zuvor die Diagnose ADHS erhalten und fürchtete, dass der enorme Druck des Wettbewerbs ihre Situation verschlimmern könnte.
„Ich lag zitternd im Bett“, erinnert sich die Musikerin. Stundenlang habe sie versucht, sich zu beruhigen.
Der ESC gilt als eine der größten Herausforderungen im Musikgeschäft. Millionen Zuschauer, ein voller Terminkalender, internationale Medien und die enorme Aufmerksamkeit können selbst erfahrene Künstler an ihre Grenzen bringen.
Vertrag sorgte für ersten Rückzieher
Schon zu Beginn ihrer Eurovision-Reise dachte Dara daran, alles hinzuschmeißen. „Das erste Mal habe ich Nein gesagt, weil es Dinge im Vertrag gab, mit denen ich nicht einverstanden war“, verrät sie.
Doch damit nicht genug. Nach ihrer offiziellen Nominierung für Bulgarien kamen plötzlich Selbstzweifel auf.
„Ich hatte sofort das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Als wäre ich nicht gut genug“, erzählt die Sängerin offen.
Aus Angst um ihre mentale Gesundheit zog sie sogar ernsthaft einen Rückzug in Betracht.
Therapie half der ESC-Siegerin
Den entscheidenden Unterschied machte professionelle Unterstützung. Nach ihrer ADHS-Diagnose arbeitete Dara intensiv mit einer Therapeutin zusammen.
„Sie hat mir geholfen, mich in Menschenmengen sicher zu fühlen“, sagt die Sängerin. Atemübungen, Meditation, Zeichnen und Tagebuchschreiben hätten ihr zusätzlich geholfen, die Kontrolle zu behalten.
Und tatsächlich: Als der große ESC-Abend in Wien kam, fühlte sich Dara stärker denn je.
„Ich habe mich auf der Bühne noch nie so ruhig und sicher gefühlt“, sagt sie heute.
Rekord-Sieg für Bulgarien
Am Ende wurde aus der Angstgeschichte ein echtes Eurovision-Märchen. Mit einer der deutlichsten Punktedifferenzen der ESC-Geschichte gewann Dara das Finale in Wien und schrieb Musikgeschichte. 2027 findet der Wettbewerb erstmals in Sofia statt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.