Ein Naturparkverein unter Zugzwang: Bis Ende Juni muss ein Konzept vorliegen. Sonst droht der Rückbau der beliebten Attraktion.
Seit drei Jahren ist die einstige Vorzeigeattraktion im Südburgenland gesperrt, seit drei Jahren wird über Lösungen diskutiert. Jetzt wird es ernst: Bis zum 30. Juni muss ein Konzept auf den Tisch. Andernfalls droht dem Baumwipfelweg das endgültige Aus.
Pachtvertrag läuft bis 2038
Auslöser ist ein Schreiben der Urbarialgemeinde an den Naturparkverein Geschriebenstein-Markt Neuhodis, der Eigentümer der Anlage ist. Die Botschaft ist klar: Entweder wird ein tragfähiges Betriebskonzept vorgelegt oder der Weg muss zurückgebaut werden. Vertraglich festgehalten sei das im Pachtvertrag, der bis zum Jahr 2038 Gültigkeit hat. Sollte es tatsächlich so weit kommen, dann würde die Demontage der Anlage Kosten in sechsstelliger Höhe verursachen.
Druck auf Naturparkverein wächst
Damit wächst der Druck auf alle Beteiligten. Aus Sicht der Urbarialgemeinde sei die Geduld nach drei Jahren Stillstand nahezu aufgebraucht. Man wolle endlich Klarheit darüber, ob der Baumwipfelweg eine Zukunft hat oder nicht.
Dabei scheint der Wille grundsätzlich vorhanden zu sein. Sowohl beim Naturparkverein als auch beim Burgenland Tourismus besteht großes Interesse, die Attraktion zu erhalten.
Burgenland Tourismus würde Sanierung finanziell unterstützen
Das Angebot des Burgenland Tourismus, die Sanierung finanziell zu unterstützen, steht nach wie vor im Raum. Allerdings werden die Kosten mit jedem Monat höher, heißt es. Je länger die Anlage ungenutzt bleibt, desto größer werden die Schäden und desto teurer wird eine Wiedereröffnung. Der Burgenland Tourismus sieht sich dabei vor allem als Vermittler zwischen den Beteiligten und bemüht sich um eine konstruktive Lösung. Klar sei aber auch dort, dass es nun eine Entscheidung brauche.
Größte Herausforderung bleibt Betreiberfrage
Beim Naturparkverein verweist man auf den laufenden Pachtvertrag. Dennoch wolle man die gesetzte Frist ernst nehmen. „Wir werden bis zum 30. Juni ein erstes Konzept vorlegen“, heißt es aus dem Vorstand. Die größte Herausforderung bleibt jedoch die Betreiberfrage. „Unser größter Wunsch wäre, jemanden zu finden, der sich des Betriebs annimmt.“ Dem Verein selbst fehlten dafür sowohl die finanziellen als auch die personellen Ressourcen. Derzeit werde intensiv nach einer Lösung gesucht.
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