Eine im Auftrag von Chiphersteller Intel durchgeführte Umfrage förderte zutage, dass sich zwei Drittel (66 Prozent) der Computernutzer von langsamer Technologie genervt fühlen. 23 Prozent gaben sogar an, dadurch extrem gestresst zu sein.
"Wir fanden heraus, dass 41 Prozent der Nutzer darauf warten, dass der Computer mit ihrem Arbeitstempo Schritt hält", erklärte Agnes Kwan, Prozessor- Entwicklerin bei Intel. Dieses Warten verursache Stress, da für bestimmte Aufgaben oftmals nur begrenzt Zeit zur Verfügung stehe.
Die Folge: das "Sanduhrsyndrom" – ein Oberbegriff für den Frust und den Stress, dem Nutzer begegnen, wenn sie während des Startens eines Programmes oder des Ladens einer Website auf das sich drehende Sanduhr- Symbol am Bildschirm starren müssen.
Der Intel- Studie zufolge verbringt jeder Nutzer im Durchschnitt 13 Minuten pro Tag nur mit Warten vor dem Computer. Hochgerechnet auf das Jahr seien das drei ganze Tage, so Intel.
Auf die leichte Schulter nehmen sollte man dies übrigens nicht. Wer dauerhaft Stressfaktoren ignoriert, könne psychisch und körperlich krank werden, warnt der Berufsverband Deutscher Psychiater. Typische Anzeichen seien Magen- und Darmprobleme, chronische Rückenschmerzen, Asthma, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Herzklopfen oder Bluthochdruck.
Abhilfe sollen laut Intel die neuen Core- Prozessoren mit Turbo- Boost- Technologie schaffen, alternativ können jedoch auch Meditation und Yoga den Stress am Arbeitsplatz mindern. Einer Studie der Ohio State Universität in Columbus zufolge reicht ein Entspannungsprogramm von täglich 20 Minuten aus, um die Belastung von Büroangestellten durch Stress um mehr als zehn Prozent zu senken und den Schlaf zu verbessern.