Einem Bericht der "Washington Post" zufolge nahm die Geschichte ihren Anfang am US-amerikanischen Muttertag, als Leo mit einem Ausschlag im Gesicht aufwachte. In der Annahme, es würde sich um eine Streptokokken-Infektion handeln, fuhr Deborah mit Leo zu dessen Kinderarzt, von wo aus sie noch ein Bild mit ihrem Sohn per Handy schoss und auf Facebook hochlud. Kommentar: "Nichts ist so schön wie ein Muttertag beim Kinderarzt."
Zurück vom Arzt, verschlechterte sich Leos Gesundheitszustand jedoch. Den Vierjährigen plagten Fieber und Schwellungen. Deborah veröffentlichte daraufhin weitere Fotos in ihrem Facebook-Profil und bat ihre virtuellen Freunde um Rat. Tags darauf antwortete eine Facebook-Bekanntschaft, dass ihren Sohn einst exakt dieselben Symptome geplagt hatten. Die Diagnose damals: Kawasaki-Syndrom – eine systemische Erkrankung, die Arterien, Organe und schlimmstenfalls die Herzkranzgefäße angreift. Die Folge: Herzinfarkt.
Zusammen mit Leo machte sich Deborah daher schnellstmöglich ins nächste Spital auf, wo ihr die Ärzte bestätigten, was die Facebook-Bekanntschaft bereits vermutet hatte. Gerade noch rechtzeitig, denn Leber und auch Herz des Vierjährigen waren bereits angegriffen. Ganze drei Wochen musste der kleine Leo im Krankenhaus behandelt werden, um wieder auf die Beine gebracht zu werden.
Bis ans Ende seines Lebens muss sich Leo nun jedoch einer alljährlichen Herzuntersuchung unterziehen, eine plötzliche Herzattacke ist nicht auszuschließen. "Das Wissen darüber macht mich, gelinde gesagt, einsam", sagte Deborah dem Bericht nach. "Aber dank meiner vielen Facebook-Freunde und ihrer anhaltenden Unterstützung fühle ich mich nicht so alleine."
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