Um Dateien mit "Google Docs" auch offline bearbeiten zu können, muss ein Anwender zunächst "Google Gears" installieren. Damit können Dokumente nicht nur auf Googles Servern, sondern bei Bedarf auch lokal gespeichert werden.
"Solange ich eine Internetverbindung habe, wird jede Änderung auf dem Server gespeichert. Falls ich meine Verbindung verliere, opfere ich einige Features, doch ich kann immer noch auf meine Dokumente zugreifen", beschreibt Philip Tucker, Software-Entwickler von "Google Docs", in einem offiziellen Blog.
So sei eine Bearbeitung von Dateien etwa in Flugzeugen trotz Verbindungsproblemen direkt im Browser möglich. Wird wieder eine Verbindung zu den Google-Servern hergestellt, soll eine automatische Synchronisation erfolgen.
Die Gears-Unterstützung in "Google Docs" gibt es zunächst nur in für Textdokumente und anfangs nur "für einen geringen Prozentsatz" der Nutzer, so Tucker. Außerdem wird die Offline-Funktionalität zunächst nur in Englisch geboten. Die neue Funktion soll in den kommenden Wochen erhältlich sein.
Unterstützung für Spreadsheets und Presentations geplant
Eine Unterstützung von Spreadsheets und Presentations ist geplant, auch sollen weitere Sprachversionen folgen. Konkrete Zeitpläne dafür wurden von Google allerdings noch nicht genannt. "Google Gears" selbst wurde bereits im Mai 2007 vorgestellt und ist inzwischen für Windows, Mac OS X, Windows und Windows Mobile verfügbar. Je nach Betriebssystem werden Versionen des Internet Explorers sowie Firefox unterstützt.
Von der Online- zur Desktop-Anwendung
Mit der Erweiterung von "Google Docs" um eine Offline-Funktionalität setzt Google jedenfalls einen Schritt von der reinen Online-Applikation in Richtung Desktop-Anwendung. Tucker betont im offiziellen Blog den entstehenden Vorteil, Inhalte nicht mehr zwischen Online- und Desktop-Anwendung austauschen zu müssen. Microsoft wiederum geht derzeit mit dem Office Live Workspace für Microsoft Office den entgegengesetzten Weg. (pte)
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