12.08.2003 09:06 |

Patent-Verletzung

Microsoft soll 521 Millionen Dollar

Der weltgrößte Software-Hersteller Microsoft soll wegen Patent-Verletzung 521 Millionen Dollar an die Geschädigten zahlen. Das hat am Montag eine Geschworenen-Jury in Chicago (Illinois) entschieden, wie die Wirtschaftsagentur Bloomberg berichtete.
Die Universität von Kalifornien und dasUnternehmen Eolas Technologies Inc. hatten Microsoft verklagt.Sie warfen dem Software-Riesen vor, von ihnen selbst entwickelteTechnologie zum Zugang zu interaktiven Programmen für seinenInternet-Browser Explorer benutzt zu haben. Die Erfindung habeMicrosoft im Wettbewerb mit Netscapes Browser Navigator Vorteileverschafft. Inzwischen kontrolliert Microsoft mit seinem Explorer96 Prozent des Browser- Markts.
 
Die Geschworenen gaben den Klägern nach einemrund einmonatigen Prozess recht, sprachen ihnen aber mit 521 MillionenDollar nur rund die Hälfte der von ihnen geforderten 1,2Milliarden Dollar Entschädigung zu. Microsoft hatte bereitsin der Vergangenheit für den Fall einer Verurteilung Berufungangekündigt. Eolas seinerseits will nach Angaben seines RechtsvertretersMartin Lueck weitere hunderte Millionen Dollar an Tantiemen einklagen.
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