Über News Corp. und einen privaten Finanzinvestor solle Yahoo! zudem eine Kapitalspritze erhalten. Die Beteiligung von Murdochs Konzern könnte über 20 Prozent liegen, berichtete die Zeitung weiter.
Zuvor hatten bereits mehrere Brancheninsider auf Websites über Gespräche zwischen den beiden Seiten berichtet. Erst vor einer Woche hatte Murdoch eine Gegenofferte zu Microsofts Angebot für Yahoo! ausgeschlossen. Yahoo! und Murdoch hatten vor längerem schon einmal über Kooperationen gesprochen, waren sich aber nicht einig geworden.
Yahoo!-Großaktionär für Übernahme
Der Druck auf Yahoo! nimmt unterdessen stetig zu. Einer der größten Aktionäre, der US-Vermögensverwalter Legg Mason, hält eine Übernahme für gut möglich und zeigte wie schon andere Investoren grundsätzliche Bereitschaft zu einem Verkauf. "Es wird schwer für Yahoo!, unabhängig zu bleiben", hieß es in einem Investoren-Brief von Legg Mason. Microsoft müsse aber für einen Erfolg sein Angebot nachbessern.
Chancen auf Google-Kooperation schwinden
Zugleich schwinden Berichten zufolge die Aussichten von Yahoo! auf eine ebenfalls überlegte Kooperation mit dem Suchmaschinen-Konzern Google zur Abwehr der Microsoft-Übernahme. Die wettbewerbsrechtlichen Hürden seien angesichts der Google-Dominanz wohl zu groß. Beobachter halten zudem für möglich, dass Google nur auf Zeit spielte und die Übernahme für Microsoft so langwierig wie möglich gestalten will.
Microsoft will mit seiner Offerte von ursprünglich knapp 45 Milliarden Dollar (30 Mrd Euro) den bei der Online-Suche übermächtigen Rivalen Google verschärft angreifen. Yahoo! hatte das Angebot als zu niedrig abgelehnt. Seither wird über eine Erhöhung der Offerte durch Microsoft spekuliert.
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