Ich esse kaum was

Ab jetzt ist Schluss mit den Ernährungs-Ausreden!

Gesund
12.01.2008 15:36
Seien wir ehrlich: Abnehmen ist nicht einfach. Und der innere Schweinhund steht schnell parat, wenn es darum geht, ein paar klitzekleine Kilos abzuspecken. „Ich esse doch so wenig", ist schnell als Ausflucht geseufzt. Aber gerade Ausreden und die eigenen Denkmuster sollte man kritisch unter die Lupe nehmen. Denn unsere eigene Wahrnehmung von dem, was wir essen, und von der Bewegung, die wir machen, ist oft verzerrt.

Dagegen kann ein Ess-Tagebuch helfen, rät das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" jetzt. Dr. Andreas Baum erklärt das Phänomen, dass viele das Gefühl nicht los werden, dass sie wenig essen, aber trotzdem nicht abnehmen so: „Zuerst sollte man einmal hinterfragen, ob das auch wirklich so ist, dass man nur wenig isst. Oft ist es dann doch mehr als nur morgens ein Brötchen und mittags ein Süppchen. Oft vergisst man zum Beispiel die Snacks, die man so zwischendurch hat, oder die süßen Getränke mitzuzählen.“

Ess-Tagebuch führen
Eine gute Idee ist es deshalb, sich einmal die Mühe zu machen, ein Ess-Tagebuch zu führen. Das heißt, dass mindestens eine Woche aufgeschrieben wird, was man wirklich isst. Jeden Krümel und jeden Schluck! Auch die Reste beim Tischabräumen und die Esslöffel Bratensoße, die beim Abschmecken "nur probiert" wurden.

Im Gedächtnis haften bleibt tatsächlich oft nur das Brötchen am Morgen, das Süppchen zu Mittag und das belegte Brot am Abend. Vergessen die Snacks zwischendurch und zuckerhaltige Getränke sowieso. "Säfte und gesüßte Getränke machen dick. Sie enthalten viele Kalorien ohne zu sättigen", erklärt Professor Dr. Volker Schusdziarra, Ernährungsmediziner an der Technischen Universität München.

Gar nichts mehr essen?
Von dem Ergebnis des Ess-Tagebuchs sollte man sich laut „Diabetiker Ratgeber“ aber keineswegs erschrecken lassen und plötzlich auf die Idee kommen, gar nichts mehr zu essen.

„Eine strenge Askese, das hält auf Dauer kaum einer durch. Fasten und Radikalkuren, Formuladiäten, das kann als Anfang mal als Mahlzeitenersatz ganz hilfreich sein beim Abnehmen, aber eine Dauerlösung ist das auf jeden Fall nicht. Vorher sollte man auf jeden Fall mit dem Arzt sprechen. Gemeinsam überlegen, wie eine Ernährung aussehen kann, mit der man wirklich dauerhaft satt und auch zufrieden sein kann“, empfiehlt Dr. Baum.

Bewegung bringt nichts?
Es weiß auch jeder, dass zum Abnehmen genügend Bewegung gehört. Denn: Abnehmen funktioniert nur, wenn man mehr Energie verbraucht, als aufnimmt. Aber häufig hört man dann die Ausrede, dass Bewegung nicht viel bringt.

Dr. Baum kennt das und rät: „Zuerst sollte man auch da mal ein bisschen genauer hinschauen, ob es nicht doch etwas zu wenig Sport ist oder zu wenig regelmäßiger Sport ist, den man betreibt. Weil, um wirklich effektiv abzunehmen, muss man schon auf etwa 2000 Kilokalorien pro Woche durch Sport kommen. Und beim Sport wird auf der einen Seite zwar Fett abgebaut, aber es werden auch Muskeln aufgebaut, sodass man also auf der Waage gar nicht so schnell abnimmt, wie man vielleicht hofft. Man sieht es dann eher daran, dass der Bauchumfang geringer ist. Drauf kommt es ja auch wirklich an.“

Denn vor allem das Bauchfett ist gefährlich, schreibt der „Diabetiker Ratgeber“. Es trägt dazu bei, dass das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erheblich erhöht wird.

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