Der zweifache Gedächtnisweltmeister Clemens Mayer hat zum Beispiel überhaupt keine Schwierigkeiten damit, sich in wenigen Sekunden die Reihenfolge von 52 Spielkarten einzuprägen oder sich vielstellige Zahlenreihen in kürzester Zeit zu merken. Sein Geheimnis: Bilder und Geschichten im Kopf.
In seinem neuen Buch „Kopf hoch 10 – Der Gedächtnisweltmeister zeigt seine Tricks“ (Online-Bestellmöglichkeit in der Infobox!) schreibt er: Gedächtnisleistungen sind weder Zauberei noch Hexenwerk. Man braucht dazu vor allem viel Phantasie. „Ich arbeite, salopp gesprochen, im Prinzip mit Eselsbrücken, die ich zu langen Geschichten ausbaue.“
Zahlen bebildern
Geschichten prägen sich im Gehirn besser ein, als bloße Zahlen. Deshalb verknüpft Mayer jede Zahl oder jede Karte mit einem bestimmten Bild und erfindet im Kopf dann eine Geschichte dazu. Je fantasievoller, umso besser! Gehirnakrobatik pur!
Eine Karo drei ist bei Mayer zum Beispiel ein Grizzlybär, eine Pik fünf sind Steine. Die Abfolge der Karten wäre dann ein Grizzlybär wirft Steine. Für Zahlen gilt dasselbe. Mayer hat die Zahlen 00 bis 99 fest mit Bildern verknüpft, die er so gut eingeübt hat, dass er sie schnell abrufen kann.
1=Kaugummi
Beispiel: Die Zahl 1 ist fest mit dem Bild eines Kaugummis verbunden, 4 ist eine Steinschleuder, 5 hat das Bild Adler und 9 ist mit Rucksack assoziiert. Wenn du dir nun den fiktiven PIN-Code 5914 merken willst, denk dir eine möglichst abstruse Geschichte in der richtigen Reihenfolge dazu aus: Ein Adler (5) hat sich seinen großen Rucksack (9) umgeschnallt und will gerade los fliegen, als er mit seinen Füßen an einem Kaugummi (1) hängen bleibt. Er wird wütend und holt seine Steinschleuder (4) heraus, um sich dafür zu rächen.
Mayer rät, sich eigene Assoziationspaare von 00 bis 99 zu suchen und dann für ähnliche Übungen zu nutzen. Schon das ist Fitness-Training für den Kopf! Die 47 steht bei Mayer übrigens für eine Maus, die 65 für eine kleine Waschschüssel. Wenn Mayer sich also die Zahl 4765 merken will, dreht er das Kino im Kopf auf und sieht eine Brieftaube, die Durst hat und deshalb zur Wasserschüssel fliegt.
Wie man sein Namens- und Vokabel-Gedächtnis trainiert, erfährst du in der Infobox! Plus: Schlaf ist überaus wichtig für das Gedächtnis! Und: Es gibt vier Grundregeln, die das Gedächtnistraining erst richtig effizient machen (siehe Infobox!).
Am besten gleich los legen! Laut Mayer sollte man die ersten drei Wochen lang täglich 20 Minuten trainieren, danach reichen schon regelmäßig zehn Minuten.












Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.