Vor allem jetzt, wo man die in der Luft schwirrenden Viren fast schon sehen kann, soviele sind es. Das war natürlich ein Scherz. Kein Spaß ist es hingegen, sich mit Husten, Schnupfen, Halsweh und Fieber durch die Gegend zu schleppen.
Keine Impfung gegen grippale Infekte
Das sollte man auch nicht, wie Sozialmediziner Prof. Dr. Michael Kunze dringend rät: "Da es gegen grippale Infekte keine Impfung gibt, ist Schonung das beste Mittel, mit den Erregern so rasch wie möglich wieder fertig zu werden."
Warum rühmt sich die medizinische Wissenschaft zwar, schwerste Krankheiten bis hin zu Krebs besiegen zu können, versagt aber bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Erkältungskrankheiten jämmerlich? Prof. Kunze: "Alle Versuche in diese Richtung mussten scheitern, weil es ganz einfach zu viele Erreger gibt. Da müssten unzählige Impfstoffe her."
Mit der gefährlichen Influenza ist es wesentlich leichter, weil da Jahr für Jahr jener Virenstamm, der uns droht, rechtzeitig entlarvt werden kann. Das gibt die Chance auf einen Impfstoff, die auch genützt wird.
Also können wir gegen die "common cold diseases", den ganzen Schwung von Erregern grundsätzlich harmloser grippaler Infektionen, eigentlich nur taktisch vorgehen. Das heißt, wir müssen die Zahl der auf uns losgelassenen Keime senken und die Körperabwehr entsprechend stärken.
„El Dorados“ für Viren
Das führt unter anderem zur eingangs eher scherzhaft empfohlenen Unhöflichkeit. Prof. Dr. Kunze: "Hauptsächlich die Hände sind es! Wo immer Sie sich in der Öffentlichkeit aufhalten - in der U-Bahn, im Büro, in der Schule etc. - überall kleben gleichsam Viren. Sie setzen sich bei Berührung an den Händen fest und werden auf diese Weise übertragen."
Ein wahres Eldorado für Viren sind Kindergärten und Schulen. Offensichtlich erkrankte Kinder sollten daher vor allem von älteren Personen (Oma, Opa) vorübergehend ferngehalten werden. Denn Senioren haben eine herabgesetzte Immunabwehr und sind daher besonders anfällig.
Die besten Tipps vom Experten
Was können wir sonst noch tun, um die Gefahr zumindest zu reduzieren? Prof. Dr. Michael Kunze gibt praktische Tipps:
Dr. med. Wolfgang Exel












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