„Softwarepiraterie ist natürlich auch hierzulande ein ernstes Thema“, meint die Microsoft-Antipiraterie-Sprecherin Anika Bücker. Einer aktuellen Studie zufolge, an der sich auch die BSA beteiligt hat, liegt der Anteil illegaler Software in der deutschsprachigen Region bei über 25 Prozent. Die BSA hat daher beschlossen, ihre Aktivitäten gegen Softwarepiraterie weiter zu verstärken. Kopfgeld für Pirateriejäger ist von der BSA in Europa aber nicht vorgesehen. „Da sind die Mentalitäten wohl zu verschieden“, meint Bücker.
Während die BSA aber auch hierzulande nichts unversucht lässt, um gegen unlizenzierte Software in Unternehmen vorzugehen, haben Konzerne wie Microsoft verstärkt die Verkaufskanäle im Blickfeld. „Neben Testkäufen bei Händlern gehen wir natürlich auch allen Hinweisen nach, die wir von unseren Kunden bekommen“, so Bücker. Wird man nachweislich und ohne Eigenverschulden Opfer eines illegalen Anbieters, ersetzt Microsoft das erworbene Produkt. Im Gegenzug müssen allerdings alle Angaben zum besagten Händler offengelegt werden.
Ein Restmaß an Eigenverantwortung setzt aber auch Microsoft voraus. „Wenn man auf offensichtliche Spam-Mails hereinfällt, die um wenige Dollar den Download von Software anpreisen, oder auf eBay um 20 Euro ein komplettes Office-Paket erwirbt, können wir natürlich auch für nichts garantieren“, so die Microsoft-Sprecherin. Sie rät Kunden vor allem im Internet zur Vorsicht und empfiehlt Software in erster Linie über Fachhändler und registrierte Partner zu beziehen. (pte)
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.