21.06.2007 13:52 |

Todes-Schnäppchen

China-Karosse katastrophal im Crash

Gut, dass da kein Mensch drin gesessen ist: Die neue China-Limousine „Brilliance BS6“ hat im Crashtest katastrophal abgeschnitten. Das Wrack bietet nach einem Aufprall mit 64 km/h ein Bild des Schreckens! Fast könnte man annehmen, der chinesische Autohersteller geht davon aus, dass die Bevölkerungszahl zu hoch ist…

Die Mittelklasse-Limousine wird seit kurzem auf dem deutschen Markt angeboten. Mit einem Kaufpreis von 22.950 Euro ein Schnäppchen, könnte man meinen. Doch das gesparte Geld sollte man tunlichst in eine Lebensversicherung investieren, damit zumindest die Nachwelt etwas vom Schnäppchen hat. Denn wer in diese Schüssel einsteigt, sollte mit dem Leben abgeschlossen haben.

Überlebensraum gleich Null
Im Fall des Falles schützt nicht einmal der Airbag. Das Lenkrad wurde zur Seite weggedrückt, sodass der Kopf des Fahrers am Airbag vorbeischrammte und hart auf dem Armaturenbrett aufschlug. "Bei einem Frontaufprall mit nur 64 km/h und bei einem Seitenaufprall mit nur 50 km/h treten schwerste Verletzungen für den Fahrer auf", sagt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. Im Seitencrash hat der Lenker so gut wie keine Überlebenschancen.

"Die Konstruktionsfehler des Fahrzeugs sind gravierend, tödliche Brustverletzungen, zerquetschte Beine und Füße die Folge", sagt Lang. Die Fahrgastzelle ist so instabil, dass sich die A-Säule im Crashtest fast um 20 cm in Richtung Insassen verschiebt. Um den völlig eingeklemmten Dummy zu bergen, musste die Tür nach dem Crashtest komplett ausgebaut werden. Der Überlebensraum für den Fahrer ist kaum noch vorhanden. Der Fußraum ist komplett aufgerissen, das Armaturenbrett dringt 20 Zentimeter ein, die Pedale 32 Zentimeter.

Der Brilliance BS6 ist nicht der erste China-Kracher, der im Crash versagt. Vor zwei Jahren schockte der Geländewagen Landwind die Tester.

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