20.12.2017 09:17 |

"Estcoin"

Estland: Ruf nach eigenem Kryptogeld wird laut

In Estland reifen Überlegungen heran, als erstes Land in Europa zusätzlich zum Euro eine eigene Kryptowährung einzuführen. Nach Einschätzung von Kaspar Korjus, der das sogenannte e-Residency-Programm in dem baltischen Land leitet, würde sich die virtuelle Devise vor allem an Ausländer richten, die online ein Unternehmen in Estland gründen.

Der sogenannte Estcoin sei aber nicht als Konkurrenzwährung zum Euro gedacht, stellte Korjus in einem Blog-Eintrag klar. Im Rahmen des e-Residency-Programms können Ausländer digitale Identitäten erhalten. Damit sind sie dann in der Lage, Firmen zu gründen. Das Programm gibt es in Estland seit 2014.

Elektronische Währung für elektronische Staatsbürger
Korjus schwebt nach eigener Aussage vor, den Einsatz der Cyberwährung zunächst auf die derzeit rund 27.000 Personen zu beschränken, die über eine elektronische Einwohnerschaft verfügen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt könnte der Estcoin dann auf traditionellen Börsen und spezialisierten Handelsplattformen gehandelt werden.

Estlands Notenbankchef Ardo Hansson äußerte sich zu den Überlegungen zurückhaltend. Dies sei keine Initiative der Regierung, die Zentralbank sei nicht konsultiert worden, sagte er. EZB-Präsident Mario Draghi hatte sich bereits im September distanziert zu etwaigen offiziellen Kryptowährungen geäußert und betont, dass der Euro in der Eurozone die einzige Währung sei.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.