Do, 16. August 2018

Epidemie droht

27.11.2017 11:47

6 Mio. Zombie-PCs übertragen neuen Erpresservirus

Eine neue Ransomware-Epidemie droht. Wie Virenjäger der finnischen IT-Sicherheitsfirma F-Secure berichten, haben sie ein Netzwerk aus sechs Millionen verseuchten PCs ausgemacht, über das der neue Erpressertrojaner Scarab verteilt wird. Die Zombie-PCs verschicken den Schädling als E-Mail-Anhang und haben bereits weltweit Systeme infiziert.

Das berichtet das IT-Portal "Heise Security" in einer Virenwarnung. Demnach sei das Bot-Netzwerk "Necor" schon früher als Verteilzentrum für Ransomware in Erscheinung getreten und nun wieder besonders aktiv.

Der Trojaner, den die gekaperten PCs ohne Wissen der Nutzer verschicken, verschlüsselt bei erfolgreicher Infektion den Inhalt der Festplatte und gibt ihn erst wieder frei, wenn das Opfer ein Lösegeld gezahlt hat. Eine lukrative und rasant wachsende "Geschäftsidee" für Cyberkriminelle.

"Scanned from Epson"
Die infizierten E-Mails, die Scarab enthalten, sehen meist aus, als kämen sie von einem vernetzten Drucker oder Kopierer. In der Betreffzeile führen die Scarab-Hintermänner ihre Opfer in die Irre, indem sie dort "Scanned form Lexmark" oder "Scanned from Epson" schreiben. Gerade im Büro denken Adressaten solcher Mails oft, ein Kollege habe ihnen vom Drucker ein Dokument geschickt und öffnen den verseuchten Dateianhang gedankenlos.

Wie viel Lösegeld die Scarab-Hintermänner von ihren Opfern verlangen, ist noch nicht bekannt. Der Trojaner erscheint besonders bösartig, weil er sich sogar an der Windows-eigenen Datensicherung zu schaffen macht und versucht, eventuelle Sicherheitskopien zu löschen. Wer seine Daten vor Scarab sichern will, sollte sie also tunlichst auf einem externen Datenträger lagern, der nicht permanent mit dem System verbunden ist.

 krone.at
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