Gegen Eisenstadt

Hard will mit Super-Joker Klassenerhalt fixieren

Tennis
27.06.2026 06:55

Am Dienstag hatte Joel Schwärzler in Roehampton noch um den Einzug in den Wimbledon-Hauptbewerb gekämpft – vergeblich! Nun will der 20-jährige Vorarlberger seinen Heimatklub TC Hard vor dem Abstieg aus der ersten Bundesliga retten. 

„Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach“, sagt Benjamin Huber, Obmann des Tennisclub Hard. „Wenn wir unser Auswärtsspiel beim TC Eisenstadt gewinnen, halten beide Teams bei einem Punkteverhältnis von 4:6. Wir hätten aber den Vorteil, das direkte Duell für uns entschieden zu haben.“ Womit das große Ziel des Aufsteigers erfüllt und der Klassenerhalt in der ersten Bundesliga fixiert wäre.

TC Hard-Obmann Benjamin Huber glaubt an einen Verbleib in der ersten Bundesliga.
TC Hard-Obmann Benjamin Huber glaubt an einen Verbleib in der ersten Bundesliga.(Bild: Verein)

Strahlende Kinderaugen
Den bislang einzigen Erfolg fuhren die Harder gegen die inzwischen fix abgestiegenen Steyrer ein. Da gab es am 4. Juni daheim einen 7:2-Erfolg – ein Tag, an den sich Huber gerne zurückerinnert: „Da hatten wir 350 Leute auf der Anlage, eine großartige Stimmung. Da sind Kinder mit einem Strahlen in den Augen dagestanden. Das waren schon ganz einzigartige Momente für uns.“ Ausgelöst wurde die Begeisterung auch durch das Antreten von Joel Schwärzler. Das erste des Youngsters für seinen Heimatklub in der Bundesliga, das er standesgemäß mit Siegen im Doppel (mit Daniel Zimmermann) und Einzel krönte.

Staatsmeisterschaft als Glücksfall
Dass der 20-Jährige ein zweites Mal in dieser Saison das TCH-Dress überstreift, war eigentlich nicht geplant, wird nun aber doch kurzfristig und im denkbar günstigsten Moment passieren: heute (11) in Eisenstadt. „Joel hat in der Wimbledon-Quali gut gespielt, aber das Pech, mit Chris O’Connell einen Gegner erwischt zu haben, der gerade erst ein Challenger auf Rasen gewinnen konnte und so war bereits in Runde eins Schluss“, erzählt Huber. „Ich wusste, dass er kommende Woche bei den Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf spielt. Da das nur 40 Autominuten von Eisenstadt entfernt ist, habe ich ihn einfach angerufen und gefragt, ob er uns hilft.“

Joel Schwärzler schied in der ersten Qualirunde für Wimbledon aus.
Joel Schwärzler schied in der ersten Qualirunde für Wimbledon aus.(Bild: GEPA)

Hoffen auf die zweite Saison
Nachdem Schwärzler mit seinem Coach Markus Hipfl Rücksprache gehalten hatte, kam am Freitag dann die finale Zusage. „Mit ihm sollten wir auf jeden Fall richtig gute Chancen haben, die Partie zu gewinnen“, ist Huber optimistisch, nach der heurigen Saison – in der man einiges an Lehrgeld zahlen musste, aber auch viel Erfahrung sammeln konnte – auch 2027 erstklassig zu spielen. 

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