Mi, 15. August 2018

Arbeitskampf

11.07.2017 14:04

Streiks bei Amazon - ausgerechnet am "Prime Day"!

Beim US-Internet-Versandhändler Amazon ist in Deutschland das Ringen um einen Tarifvertrag mit weiteren Streiks in eine neue Runde gegangen. Mitarbeiter von Amazon in Leipzig, Graben bei Augsburg, im osthessischen Bad Hersfeld sowie in Rheinberg und Werne (beide Nordrhein-Westfalen) legten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi die Arbeit nieder.

In Leipzig rechnete Verdi in Früh-, Mittel- und Spätschicht mit 400 Teilnehmern, wie Streikleiter Thomas Schneider mitteilte. "Heute ist Prime Day bei Amazon, jede Stunde gibt es ein neues Sonderangebot, da haben Streiks eine besondere Wirkung", sagte Schneider.

Amazon hingegen teilte mit, auch am "Prime Day" habe der Streik keine "Auswirkungen auf das Kundenversprechen". Es beteilige sich nur ein geringer Teil der Mitarbeiter daran. Die Logistikzentren in Deutschland und im europäischen Netzwerk hätten sich auf den Tag vorbereitet. So sei zusätzliche Ware eingelagert worden.

Logistik oder Handel: Streit um Tarifvertrag
Die Gewerkschaft fordert von Amazon, die Beschäftigten nach dem Tarifvertrag für den Versand- und Einzelhandel zu bezahlen. Das Unternehmen verweigert nach Angaben der Gewerkschaft die Aufnahme von Tarifverhandlungen.

Amazon verweist darauf, dass sich die Bezahlung am Tarifvertrag der Logistikbranche orientiere. Es werde weitere Arbeitsniederlegungen geben, sagte Schneider. "Nach dem Streik ist vor dem Streik." Seit Mai 2013 kommt es immer wieder zu Arbeitsniederlegungen an deutschen Standorten von Amazon.

 krone.at
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