Fr, 19. Oktober 2018

"Ethereum"-Mining

22.06.2017 11:34

Radeon-Grafikkarten erzielen Wucherpreise auf eBay

Bis zu 150 Euro im Monat verdient, wer mit Radeon-Grafikkarten nach der virtuellen Währung Ethereum schürft. Die Folge: Die Grafikkarten sind heiß begehrt und seit Wochen kaum mehr zu bekommen. Und jetzt steigen auch noch Preistreiber auf eBay in den Ethereum-Goldrausch ein. Sie verdienen bestens, indem sie Radeon-Grafikkarten zu Wucherpreisen verkaufen.

Radeon-Grafikkarten der Serien RX 470/480 und RX 570/580 sind trotz günstigerem Preis bessere Ethereum-Erzeuger als Grafikkarten der Konkurrenz von Nvidia. Kein Wunder also, dass die Erzeuger der neuen digitalen Währung sie derzeit in Massen hamstern, um sie für die komplexen Berechnungen einzuspannen, an deren Ende virtuelles Geld herauskommt.

Ethereum löst digitalen Goldrausch aus
Bis zu 150 Euro im Monat lassen sich durch das Erzeugen von Ethereum verdienen, berichtete kürzlich das IT-Portal "Heise". Weil von diesem Kuchen aber immer mehr digitale Goldgräber ihren Anteil haben wollen, sind die beliebten Grafikkarten nahezu überall ausverkauft. Auf eBay gibt es sie allerdings noch: fast zum doppelten Preis, den man im Elektronikgeschäft zahlen würde.

Konkret blecht man im Online-Auktionshaus für eine Radeon RX 580 momentan 500 Euro und mehr. Im Handel würde die gleiche Karte 300 Euro kosten. Doch für Ethereum-Schürfer sind die Karten eine Investition, die sich schon nach wenigen Monaten gerechnet haben kann. Zumindest, wenn sich die neue virtuelle Währung weiterhin so entwickelt wie zuletzt.

Schürfaufwand dürfte bald größer werden
Die Geschichte der ebenfalls durch komplexe Rechenoperationen erzeugten digitalen Währung Bitcoin lehrt allerdings, dass es hier ein gewisses Risiko gibt. Konnte man Bitcoins anfangs ebenfalls mit starken PCs und Grafikkarten erzeugen, holt man auf diesem Wege heute nicht einmal mehr die Stromkosten herein. Weil die Berechnungen, mit denen die Währung erzeugt wird, immer komplexer werden, verdient man Bitcoins heute quasi nur mehr mit teurer Spezial-Hardware.

Ganz ähnlich dürfte es den Ethereum-Schürfern ergehen. Zwar verdienen sie momentan noch gutes Geld mit ihren Grafikkarten. Es dürfte aber nicht allzu lang dauern, bis sich dieser Weg der Gelderzeugung auch hier nicht mehr lohnt. In China gibt es bereits Rechenzentren, in denen Massen von Grafikkarten Ethereum erzeugen. Da werden Hobby-Schürfer bald ins Hintertreffen geraten. Überdies unterliegt Ethereum ebenso wie der Bitcoin großen Kursschwankungen.

 krone.at
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