18.04.2017 19:09 |

Selbstmord

USA: "Facebook-Killer" von Cleveland ist tot

Der mutmaßliche Facebook-Mörder von Cleveland hat sich auf der Flucht vor der Polizei erschossen. Polizisten entdeckten den verdächtigen Steve Stephens Dienstagfrüh nahe der Stadt Erie im US-Bundesstaat Pennsylvania, nachdem sie einen Hinweis aus der Bevölkerung bekommen hatten. Als sie sein Auto gestoppt hätten, habe er sich erschossen, sagte Clevelands Polizeichef Calvin Williams. Der 37-jährige Stevens soll am Sonntag einen Pensionisten (74) getötet und ein Video der Tat auf Facebook veröffentlicht haben.

Schon erste Hinweise hatten die Polizei in den Nachbarstaat Pennsylvania geführt, wo das Telefon von Stephens ein Signal abgegeben haben soll. Viele Einzelheiten über die Tat und die Flucht seien noch unklar, sagte Williams. Stephen Anthony vom FBI erklärte, dass die Ermittler derzeit nicht von weiteren Opfern ausgingen.

Wut auf Freundin mögliches Motiv
Das Motiv für die Tat vom Sonntag ist weiter unklar. Vermutet wird, dass Stephens den Pensionisten willkürlich auf der Straße ausgesucht hatte. Das Opfer war nach Angaben der Polizei auf dem Heimweg von einem Osteressen mit seinen Kindern.

Verschiedene Medien gaben den Inhalt des Videos so wieder: Stephens sei rechts an den Straßenrand gefahren und habe sein späteres Opfer dazu aufgefordert, den Namen Joy Lane auszusprechen. "Joy Lane?", habe dieser daraufhin gefragt. "Ja, sie ist der Grund für das, was dir jetzt zustößt", habe der mutmaßliche Täter geantwortet. Er habe sein Opfer noch nach seinem Alter gefragt und dann abgedrückt, wie es weiter hieß.

Eine Frau mit dem Namen Joy Lane erklärte daraufhin dem Sender CBS, sie habe mit dem Verdächtigen über mehrere Jahre eine Beziehung gehabt. Es tue ihr leid, was passiert sei, schrieb sie in einer Kurzmitteilung an den Sender. "Steve ist wirklich ein netter Kerl. Er war freundlich und liebenswürdig zu mir und meinen Kindern." Die Mutter des Verdächtigen sagte CNN, ihr Sohn sei "wütend auf seine Freundin" gewesen und habe deshalb auf Menschen geschossen.

Mord-Video war rund zwei Stunden online
Facebook überprüfte nach dem Vorfall die Möglichkeiten zum Melden von Gewalt auf der Plattform. Das Online-Netzwerk habe das Profil des mutmaßlichen Täters 23 Minuten nach dem ersten Nutzer-Hinweis auf das Video mit dem Todesschuss gesperrt, schrieb Facebook-Manager Justin Osofsky in einem Blogeintrag in der Nacht auf Dienstag. Allerdings war es damit gut zwei Stunden online. Ein rascher Hinweis auf ein zweites Video, bei dem der Verdächtige live auf Facebook weitere Morde gestand, hatte zunächst keine Sperre ausgelöst.

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