28.02.2017 09:32 |

Nach schwerem Crash

Facebook-Drohne soll dieses Jahr wieder fliegen

Facebook will seine Internet-Drohne "Aquila" nach der Bruchlandung beim Erstflug im vergangenen Sommer heuer wieder in die Luft steigen lassen. "Wir werden dieses Jahr noch einiges mehr fliegen", sagte Facebook-Manager Jay Parikh am Montag am Rande der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona.

Facebooks Drohne "Aquila", die in entlegenen Regionen für Internetverbindungen aus der Luft sorgen soll, war bei der missglückten Landung nach dem Jungfernflug schwer beschädigt worden.

Die Drohne war statt der geplanten Testdauer von 30 Minuten gut eineinhalb Stunden in niedriger Flughöhe in der Luft geblieben. Beim Landeanflug gab es dann laut einem Bericht amerikanischer Absturzermittler starke Turbulenzen - und eine falsche Entscheidung der Autopilot-Software führte dazu, dass ein mehrere Meter langer Abschnitt des Flügels brach.

Sekunden später sei die Drohne mit einer Geschwindigkeit von rund 45 Kilometern pro Stunde auf dem Boden eingeschlagen. Facebook betonte damals, man habe bei dem Flug wertvolle Erfahrungen gesammelt und werde den Fehler beheben.

Google setzt auf Ballons, Facebook hält an Drohnen fest
Unterdessen wurde im Jänner bekannt, dass Google sein konkurrierendes Projekt, große Drohnen zur Internetversorgung einzusetzen, aufgegeben hatte. Die technischen Herausforderungen seien zu groß. Google verfolge zwar weiterhin das Ziel, eine Internetversorgung aus der Luft aufzubauen, die "Loon"-Ballons seien dafür aber besser geeignet als die Drohnen, so der Internetkonzern.

Parikh betonte hingegen, dass Facebook an dem "Aquila"-Drohnenprojekt festhalte. Das Fluggerät soll mehrere Monate autonom in der Luft bleiben.

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