Mi, 24. Oktober 2018

Facebook-Abgleich

30.01.2017 12:31

Verbraucherschützer klagen gegen WhatsApp

Verbraucherschützer in Deutschland haben vor dem Landgericht Berlin Klage gegen WhatsApp eingereicht. Aus Sicht der Verbraucherzentrale Bundesverband sammelt und speichert der Kurzmitteilungsdienst teils widerrechtlich Daten und gibt diese an Facebook weiter.

WhatsApp hatte im vergangenen August seine Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen geändert, um künftig die Telefonnummern seiner Nutzer an Facebook weiterzugegeben. Mit dem Ziel, die Werbung und Vorschläge in dem sozialen Netzwerk zu verbessern, sollten mit der Konzernmutter fortan zudem Informationen darüber geteilt werden, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt werde, hieß es.

Den deutschen Verbraucherschützern geht das zu weit. Verbraucher müssten die Hoheit über ihre Daten behalten, fordern sie. "Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung muss geschützt werden. Das werden die Verbraucherzentralen vor allem in Zeiten von Big Data verteidigen. Jeder Verbraucher muss selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten bestimmen können", so der Verband in einer Mitteilung.

Klein beigeben will dieser jedenfalls nicht: "Die Verbraucherzentralen haben auch bei anderen digitalen Großunternehmen schon häufig einen langen Atem bewiesen: Ob Facebook, Google, Amazon oder nun WhatsApp, wir verfolgen Rechtsverstöße - notfalls auch über alle Gerichtsinstanzen."

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