Am AKH Wien ist ein riesiges neues Wissenschaftszentrum fertig: 14.000 Quadratmeter Labore, in denen Ärzte künftig schneller neue Heilmittel entwickeln sollen.
Mit einer offiziellen Feier wurde am MedUni Campus AKH Wien die bauliche Fertigstellung des Center for Translational Medicine (CTM) begangen. Rund 14.000 Quadratmeter hochmoderne Nutzfläche stehen künftig für Labore, eine Biobank sowie Einrichtungen für Bioinformatik und präklinische Forschung zur Verfügung. Das Gebäude gilt als eines der modernsten Forschungszentren Österreichs – und es hat eine klare Mission: Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen schneller den Weg in die medizinische Praxis finden. Patienten sollen rascher von medizinischem Fortschritt profitieren als je zuvor.
Vom Labor direkt ans Krankenbett – das Ziel
„Mit der baulichen Fertigstellung des CTM setzen wir einen entscheidenden Schritt für die Zukunft der medizinischen Forschung in Österreich“, so Herwig Wetzlinger, Direktor des Universitätsklinikums AKH Wien. Das Gebäude schaffe optimale Voraussetzungen, um Innovationen schneller vom Labor zur Behandlung zu bringen. MedUni-Rektor Markus Müller ergänzt: „Mit dem Center schaffen wir einen Ort, an dem Grundlagenwissenschaft und Klinik unmittelbar zusammenarbeiten.“
Das Spektrum reiche von der experimentellen Laborforschung bis zu klinischen Studien der Phase I und II – alles unter einem Dach. Eine Bündelung, die in dieser Form in Österreich einzigartig ist.
Politischer Rückenwind für den Forschungsstandort
Auch die Politik ließ sich den Festakt nicht entgehen. Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner (Frauen, Wissenschaft und Forschung) unterstrich den gesellschaftlichen Nutzen, der entsteht, wenn Grundlagenforschung, klinische Expertise und Versorgungspraxis Hand in Hand arbeiten.
Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) betonte die gemeinsame Stoßrichtung von Stadt und Bund: „Wir wollen Spitzenmedizin. Wir wollen Spitzenforschung.“ Genau dafür brauche es solche Investitionen, sagte er – nicht für Sonntagsreden, sondern für die Versorgung der Bevölkerung.
Schrittweise Inbetriebnahme bis Herbst 2026
Im Zentrum sollen neue Therapien und Medikamente unter strengen Qualitätsnormen – den sogenannten GMP-Bedingungen (Good Manufacturing Practice, auf Deutsch: Gute Herstellungspraxis) – entwickelt und getestet werden. Die Einhaltung dieser Standards ist Voraussetzung dafür, dass neu entwickelte Wirkstoffe überhaupt am Menschen erprobt werden dürfen.
Die heutige Feier markiert den Übergang von der Bauphase in die schrittweise Inbetriebnahme. In den kommenden Monaten werden die Forschungsbereiche Zug um Zug bezogen. Am 1. Oktober 2026 soll das Zentrum dann offiziell seine Pforten öffnen.
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