Mo, 16. Juli 2018

Verfassungsschutz

09.01.2017 08:27

Cyber-Angriff auf OSZE: Hinweise auf Russland

Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz hat einen Cyberangriff auf Computer der OSZE entdeckt - und sieht Indizien für eine Attacke aus Russland. "Unsere Analyse ergab, dass die Angriffs-Infrastruktur die gleiche ist, die wir von anderen Cyberattacken im Zusammenhang mit der Angriffskampagne APT28 kennen - die Kampagne, die im vorletzten Jahr auch den Deutschen Bundestag betroffen hat", sagte BfV-Präsident Hans-Georg Maaßen der Deutschen Presse-Agentur. "Bei APT28 liegen Indizien vor, die auf russische Quellen hindeuten."

Der Hackerangriff auf die OSZE war Ende Dezember bekannt geworden. Eine der Hauptaufgaben der Organisation ist gegenwärtig ihre Mission in der Ostukraine, wo sich Regierungstruppen und prorussische Separatisten gegenüberstehen.

Die Abkürzung APT steht für Advanced Persistent Threat (etwa: fortgeschrittene andauernde Bedrohung). Der Kampagne APT28 wurden Verbindungen zu russischen Regierungsstellen nachgesagt. Russland hat Vorwürfe wegen Hackerattacken bisher zurückgewiesen.

Die Regierung des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama macht Moskau dagegen für Hackerattacken auf Computer der Demokraten verantwortlich. US-Geheimdienste beschuldigten den russischen Präsidenten Wladimir Putin erst am vergangenen Freitag, eine Manipulation der US-Wahl angeordnet zu haben.

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