Di, 16. Oktober 2018

Job-Killer Roboter

07.11.2016 11:52

IT-Visionär rechnet mit staatlichem Grundeinkommen

Roboter sind die Arbeiter von morgen und werden in den kommenden Jahrzehnten viele Menschen arbeitslos machen. Aber was passiert mit den Verlierern der Automatisierung? Aus welchen Quellen sollen sie ihren Lebensunterhalt bestreiten? Geht es nach dem IT-Visionär Elon Musk, gibt es nur eine Lösung: Ein bedingungsloses Grundeinkommen, das der Staat den Bürgern überweist.

Im Gespräch mit dem TV-Sender CNBC erklärt Musk: "Es gibt eine ziemlich große Chance, dass wir wegen der Automatisierung bei einem bedingungslosen Grundeinkommen oder etwas Ähnlichem enden. Ich weiß nicht, was man sonst tun sollte. Ich glaube, das wird so passieren."

Robo-Revolution könnte viele Arbeitslose erzeugen
Musk, der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla sowie der Raumfahrtfirma SpaceX, steht mit dieser Einschätzung nicht alleine da. Dass in vielen Branchen Arbeitsplätze wegfallen werden, gilt angesichts technologischer Revolutionen wie selbstfahrender Taxis oder Lastwagen sowie 3D-Druck am Bau als fix und wird in den kommenden Jahren große Herausforderungen für die Politik erzeugen.

Um dem Heer der Arbeitslosen eine Perspektive zu geben, führt für viele Beobachter kein Weg an einem Grundeinkommen vorbei. Auch US-Präsident Obama erklärte kürzlich im Gespräch mit dem IT-Portal "Wired", man werde sich mit dem Thema auseinandersetzen müssen. "Wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen das richtige Modell, würde es von einer breiten Basis akzeptiert? Das ist die Debatte, die wir in den kommenden 10 oder 20 Jahren führen müssen."

"Die Leute haben mehr Zeit für andere Sachen"
Dass die Automatisierung Arbeitslose produzieren wird, müsse allerdings kein Rückschritt sein, meint Musk. Aus seiner Sicht werden zwar einfachere Jobs - etwa als Lastwagenfahrer - wegfallen, dafür werde es aber neue Jobs geben - etwa als Operator ganzer Flotten autonomer Laster. "Tatsächlich ist das vielleicht ein interessanterer Job als bloß einen Lastwagen zu fahren", sagt Musk.

Geht es nach Musk, wird die Robo-Revolution grundlegend verändern, was die Menschen tun. An die Stelle einfacher Arbeiten sollen kompliziertere Tätigkeiten treten. "Die Menschen werden mehr Zeit für andere Sachen haben - komplexere und interessantere Sachen. Und auch mehr Freizeit", glaubt Musk. Eine Perspektive, die wohl nicht jeder als positiv empfindet - immerhin sehen viele Menschen ihren Job nicht nur als Beruf, sondern als Berufung.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.