Mo, 23. Juli 2018

Irreführend?

18.10.2016 08:34

Tesla weist Kritik an Begriff "Autopilot" zurück

Der US-Autobauer Tesla hat die Kritik des deutschen Kraftfahrtbundesamts an der Verwendung des Begriffs "Autopilot" zurückgewiesen. Das Unternehmen habe seinen Kunden immer deutlich mitgeteilt, dass es sich um ein Fahrassistenzsystem handle, "bei dem der Fahrer zu jeder Zeit voll aufmerksam sein muss", erklärte eine Tesla-Sprecherin. Dem Autobauer sei kein Fall bekannt, bei dem ein deutscher Kunde den Begriff missverstanden hätte.

Das Bundesamt hatte Tesla aufgefordert, seine Fahrzeuge nicht mehr mit einem "Autopiloten" zu bewerben. Die Bezeichnung sei irreführend, zitierte die "Bild am Sonntag" aus dem Schreiben. "Um Missverständnissen und falschen Kundenerwartungen vorzubeugen, fordern wir, den irreführenden Begriff Autopilot bei der Bewerbung des Systems nicht mehr zu nutzen."

Die Tesla-Sprecherin erklärte, ihr Unternehmen würde "mit Freude" eine Umfrage unter den deutschen Kunden organisieren, um festzustellen, ob sie den Begriff "Autopilot" falsch verstehen. Sie verwies zugleich darauf, dass der Terminus in der Luftfahrt bereits "seit Jahrzehnten" verwendet werde. Auch dort sei klar, dass es sich um ein Assistenzsystem handle, "das unter der direkten Aufsicht eines menschlichen Piloten arbeitet".

Die Autopilotfunktionen erlauben es Tesla-Wagen, selbstständig die Spur zu wechseln, zu beschleunigen und zu bremsen. Der Fahrer kann dabei stets die Kontrolle übernehmen.

Erst kürzlich hatte das Kraftfahrtbundesamt die deutschen Tesla-Kunden schriftlich darauf hingewiesen, dass es sich "um ein reines Fahrassistenzsystem" handle "und nicht um ein hochautomatisiertes Fahrzeug, das ohne ständige Aufmerksamkeit des Fahrers betrieben werden kann". Tesla erklärte dazu in der vergangenen Woche, das Unternehmen weise seine Kunden stets darauf hin, dass sie verantwortlich dafür seien, "zu jeder Zeit die Kontrolle übernehmen zu können".

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