Mure in Großarl

„Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“

Salzburg
30.07.2026 19:00
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Ein Starkregen ließen in Großarl (Salzburg) eine Mure abgehen, zwei Häuser mussten evakuiert werden. Am Tag danach war die Erleichterung im Ort groß.

Der Donnerstag begann für Großarls Ortschef Hans Ganitzer (SPÖ) um 5 Uhr morgens: Nach einem Murenabgang am Mittwochabend machte er sich ein Bild der Lage: „Am Rattersberg ging hinter zwei Häusern eine Mure ab. Wir haben die Häuser evakuiert und einen Güterweg gesperrt.“

In der Früh machte sich auch Landesgeologe Gerald Valentin auf den Weg zum Unglücksort. Dieser begutachtete die Situation. Im „Krone“-Gespräch sagte er: „Es war richtig, in der Nacht zu evakuieren.“ Am Tag habe sich dann „ein sanfteres Bild ergeben: Es hat sich eine dünne Schicht von festem Fels gelöst. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass hier weitere Rutschungen erfolgen.“

Somit durften die Bewohner wieder in ihre Häuser, jetzt laufen die Aufräumarbeiten. Gröbere Schäden an den Häusern sind nicht entstanden.

Enorme Niederschlagsmengen
Ein punktueller Starkregen dürfte die Mure ausgelöst haben. Valentin sagt: „Wir haben am Mittwochabend von Rauris über Gastein bis Großarl mehrere massive Starkregen gehabt. Angesichts der enormen Niederschlagsmengen sind wir mit einem blauen Auge davongekommen.“

Das Land berichtet von insgesamt 29 Einsatzstellen in Salzburg wegen der Unwetter, wobei 163 Einsatzkräfte der Feuerwehr beschäftigt waren.

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