08.09.2006 13:46 |

Fantomastisch!

Citroen Métisse: Fantômas lässt grüßen!

Peugeot baut ein "Batmobil", doch hier kommt das neue Dienstfahrzeug von Fantômas! Zumindest hätte der Citroen C-Métisse das Zeug dazu, dem Mann mit der blauen Maske als standesgemäßes Fahrzeug zu dienen. Flügel hat er jedenfalls…

Legendär sind die Filme mit Luis de Funés und Jean Marais, letzterer in einer Doppelrolle weil in einem Doppelleben als Reporter Jérôme Fandor sowie Fantômas. Als dieser Oberschurke fuhr er eine „Deesse“, einen Citroen, der zwei Tragflächen ausfahren und fliegen konnte. Der C-Métisse fährt vier Flügel aus, seine Türen nämlich. Er ist die Studie eines außergewöhnlichen Oberklasse-Coupés, das Leidenschaft und Vernunft sowie Spitzenleistung und Umweltfreundlichkeit miteinander verbinden will. 

Diese Synthese scheinbar unvereinbarer Gegensätze hat diesem aufregenden Auto seinen Namen gegeben – „Métisse“ bedeutet Halbblut. 

Diesel-Stromer
Im C-Métisse kommt die selbe zukunftsträchtige Antriebslösung zum Einsatz, die Citroën Anfang des Jahres mit der Technologiestudie C4 Hybrid HDi vorgestellt hat – mit dem Unterschied, dass die Elektromotoren hier in den Hinterrädern eingebaut sind. Diese Konfiguration wurde speziell in Hinblick auf die hohen Fahrleistungen des Wagens gewählt und gibt ihm zusätzliche Triebkraft.  

Der Diesel ist ein 208 PS starker Dreiliter-V6-Motor mit Partikelfilter, der via Sechsgang-Automatik die Vorderräder antreibt. In den Hinterrädern sitzen zwei Elektromotoren mit je 15 kW und 400 Nm Drehmoment zur Unterstützung.

Mit diesem Doppel- bzw. Dreifachherz soll der C-Métisse so in 6,2 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen können, der Verbrauch soll im Mittel nur 6,5 Liter auf 100 Kilometer betragen. An diesen Werten ist nicht nur der Antrieb, sondern auch die optimierte Aerodynamik mit einem feststehenden und zwei ausfahrbaren Heckspoiler sowie der flache Unterboden beteiligt. 

Kaum reiner Elektrobetrieb
Im reinen Strombetrieb verspricht Citroen eine Reichweite von drei Kilometern bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h. Ansonsten greifen die Elektromotoren dem Selbstzünder nur im Beschleunigungsbetrieb oder wenn von der Fahrdynamikregelung Allradantrieb verordnet wird unter die Arme. Ihre Energie beziehen die Aggregate aus in der Fahrzeugmitte platzierten Batterien, die wiederum vom Selbstzünder oder durch zurück gewonnene Energie beim Bremsen gespeist werden.

Schon im Stand schnell
Wie ein Pfeil strotzt er schon im Stand vor Dynamik, die nicht zuletzt durch die Maße von 4,75 Metern Länge, 2 Metern Breite und einer Höhe von nur 1,24 Metern kommt.  

Vor den technischen Neuerungen, die im C-Métisse zum Einsatz kommen, sind es ohne Zweifel die Türen, die das meiste Aufsehen erregen. Der Einstieg in diesen Wagen ist eine eindrucksvolle Inszenierung: Die vorderen Türen öffnen sich wie Flügel, während die hinteren Türen eine spiralförmige Bahn beschreiben. 

Der High-Tech-Fahrerplatz tut ein Übriges: Die Zünd- und Anlassertasten auf der Dachkonsole verstärken den Eindruck, in einem Jagdflugzeug zu sitzen. Das Lenkrad mit citroentypisch feststehender Nabe enthält die Bedienelemente für die wichtigsten Komfortfunktionen und Fahrhilfen. Die Fahrposition wird entsprechend der optimalen Augenhöhe des Fahrers ermittelt; deshalb ist die Kopfstütze federnd am Dachhimmel befestigt.  

Achtung Hollywood: Bitte Remake drehen – hier ist der Hauptdarsteller!

Sonntag, 09. Mai 2021
Wetter Symbol