Do, 16. August 2018

Auch ohne Silk Road

11.08.2016 10:14

Drogenhandel im Darknet blüht wie niemals zuvor

Drei Jahre ist es her, dass die US-Bundespolizei FBI den Online-Schwarzmarkt Silk Road gesprengt hat. Vor einem Jahr wurde der Betreiber der Plattform zu lebenslanger Haft verurteilt. Den Drogenhandel im sogenannten Darknet konnten die Ermittler damit aber in keinster Weise zum Erliegen bringen. Im Gegenteil: Einer neuen Studie zufolge hat sich das Handelsvolumen mit illegalen Drogen seit der Silk-Road-Schließung verdreifacht.

Nur Wochen nach dem Schlag gegen Silk Road haben andere Angebote den Platz des einst weltgrößten Drogen-Schwarzmarkts eingenommen, berichtet "CNET". Mittlerweile hat sich das Handelsvolumen einer neuen Studie der Universitäten Manchester und Montreal zufolge sogar verdreifacht haben. Damit blüht der Drogenhandel im Darknet, wie nie zuvor.

Das Darknet ist jener Teil des Internet, der nur mit Anonymisierungs-Tools wie TOR betreten werden kann. Dieser für Suchmaschinen unzugängliche Bereich im Netz ist voll mit Untergrund-Foren, Schwarzmärkten und anderen illegalen Angeboten. Weil jegliche Kommunikation über eine Kette aus mehreren Servern läuft, kennen weder die Nutzer die Identität der Seitenbetreiber, noch die Seitenbetreiber jene der Nutzer. Bezahlt wird im Darknet meist mit der Digitalwährung Bitcoin.

50 Kryptomärkte scheffeln Milliarden
Der Studie zufolge scheffeln derzeit 50 Kryptomärkte - also anonyme Marktplätze für den illegalen Handel - Milliarden. Schon allein Silk Road soll einst 1,2 Milliarden Dollar schwer gewesen sein, seine Nachfolger dürften zusammen noch wesentlich mehr verdienen. Zumal die Nachfrage seit dem Schlag gegen Silk Road offenbar nicht kleiner wurde: Der Gewinn mit Drogen wie Heroin, Kokain und Marihuana soll sich in den letzten drei Jahren verdoppelt haben.

Neben Drogen wird im Darknet auch mit zahlreichen anderen illegalen Dingen gehandelt: etwa Falschgeld, kriminellen Dienstleistungen und Waffen. Besonders der Verkauf von Waffen wird von Ermittlern mit Sorge beobachtet. Eine solche illegale Waffe aus dem Internet war beispielsweise beim Amoklauf eines 18-Jährigen in München im Spiel, der vor wenigen Wochen zehn Todesopfer forderte.

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