Mi, 14. November 2018

HummingBad

06.07.2016 11:52

85 Mio. Android-Handys mit Porno-Virus verseucht

Die IT-Sicherheitsfirma Checkpoint warnt vor dem Android-Trojaner HummingBad, der sich in den letzten Monaten unter anderem über verseuchte Pornoseiten massiv verbreitet hat. Weltweit sollen rund 85 Millionen Android-Geräte mit dem Schädling infiziert sein und für Werbe-Klickbetrug missbraucht werden. Erschaffen hat den fiesen Trojaner ein chinesisches Unternehmen.

Wie "Heise" berichtet, soll die chinesische Gruppe Yingmob, die neben Software zur Werbeanalyse offenbar auch den Trojaner programmiert hat, monatlich 300.000 US-Dollar mit der Malware verdienen. Sie nutzt ein Netzwerk infizierter Smartphones - zur Infektion via Drive-by-Download kommt es oft beim Besuch verseuchter Pornoseiten - für Klickbetrug, lässt die Handys also unbemerkt Werbung öffnen und bereichert sich an den entstehenden Werbeerlösen.

Vor allem ältere Geräte befallen
HummingBad befällt dem Bericht zufolge vor allem ältere Android-Geräte. Ein Großteil der Infektionen soll Geräte mit Android 4.1 bis 4.4 betreffen. Auf infizierten Smartphones verschafft sich der Trojaner unter gewissen Umständen auch Administratorrechte, er kann auf diesen Geräten also im Grunde tun und lassen, was er will. Ob ein Gerät infiziert ist, kann man nicht ohne weiteres sagen: Der Schädling ist laut Checkpoint außerordentlich schwer zu entdecken.

Trojaner könnte vermarktet werden
Die Virenjäger von Checkpoint gehen davon aus, dass die Urheber der Malware ihren Schädling in Zukunft noch intensiver nutzen und ihn womöglich auch Dritten gegen Bezahlung zur Verfügung stellen werden. Neben Klickbetrug eignet sich der Trojaner dabei auch für klassischen Datenklau - etwa in Unternehmen. Zu den ersten infizierten Geräten, die von Checkpoint entdeckt wurden, zählten Diensthandys von Bankangestellten.

Gesundes Misstrauen schützt vor Infektion
Damit Sie nicht Opfer von HummingBad oder anderen Android-Viren werden, empfiehlt es sich, einige Sicherheitsregeln zu beachten: Meiden Sie inoffizielle App-Stores und lassen Sie die Installation von Apps aus unbekannten Quellen nur in Ausnahmefällen zu. Seien Sie überdies misstrauisch bei Apps, die Ihnen per Mail oder über Links in Messengern wie WhatsApp angeboten werden. Einen Virenscanner zu nutzen - für Android gibt es taugliche Gratis-Tools - ist ratsam.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Nach vier Siegen
Solari erhielt bei Real Madrid Vertrag bis 2021!
Fußball International
Nur mehr 12 erlaubt?
England will nach Brexit Legionärs-Zahl reduzieren
Fußball International
Die „Krone“ zu Besuch
Matt: „Mit den Pferden ist’s wie beim Skifahren!“
Wintersport
Zahlen aus Ministerium
Abschiebungen: Plus 46%, beinahe 50% vorbestraft
Österreich
Im Derby auf der Bank
Genoa-Krise: Juric bekommt doch noch eine Chance!
Fußball International
Klub der 37-er
Tag der Karriere-Enden! Drei Weltgrößen hören auf
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.