Sa, 25. Mai 2019
12.01.2016 10:07

Fliegende Bomben

Briten warnen vor Terroranschlägen mit Drohnen

Experten der Londoner Denkfabrik Remote Control Project warnen vor der wachsenden Gefahr einer terroristischen Nutzung günstiger Hobbydrohnen. Organisationen wie der IS hätten längst gezeigt, dass sie mit den kleinen Fluggeräten umgehen können. Jetzt brauche es Vorkehrungen, bevor es zu spät ist, fordern die Briten.

"Früher war es teuer und erforderte Können, ein Flugzeug zu fliegen - das hat für sich schon als eine Art der Regulierung gewirkt", sagt David Dunn, ein Professor für internationale Politik an der Universität Birmingham im Gespräch mit der TV-Anstalt BBC.

Drohnen sind für den IS fliegende Bomben
Doch diese Zeit ist vorbei: Allein in England sind hunderte verschiedene Drohnenmodelle für Privatleute erhältlich - von ganz kleinen Modellen bis hin zu großen Kalibern, die fast 20 Kilo wiegen. Angesichts der zunehmenden Bedrohung westlicher Gesellschaften durch radikalislamische Terroristen sei das eine nicht zu unterschätzende Gefahr, warnt Remote Control Project.

Drohnen seien für Terroristen "einfache, leistbare und effektive luftgestützte improvisierte Sprengsätze", heißt es im Bericht. Fliegende Bomben also, die Terroristen aus der Luft in Position und inmitten einer Menschenmenge zur Explosion bringen könnten.

Experten fordern Vorsichtsmaßnahmen
Das zwinge zur Vorsicht. Einige Terrorgruppen - etwa der IS - hätten bereits demonstriert, dass sie Drohnen zu Aufklärungszwecken einsetzen. Von da ist es zur fliegenden Bombe nicht mehr weit. Die Experten fordern deshalb Sicherheitsvorkehrungen.

Gemeint sind gesetzliche Regelungen, um die maximale Nutzlast von Drohnen zu limitieren, ebenso wie die Entwicklung innovativer Anti-Drohnen-Systeme und eines Alarmsystems, das warnt, falls eine Drohne ein gesperrtes Gebiet anfliegt. Auch die Hersteller seien gefordert: Sie könnten Automatismen in ihre Drohnen einbauen, die den Flug in Verbotszonen von vorn herein unterbinden.

Die Zeit, zu handeln, drängt dem Bericht aus London zufolge. Allein in den letzten beiden Jahren hat sich die Zahl verdächtiger Drohnenaktivitäten in Europa stark erhöht - als Beispiel werden Aktivitäten nahe französischer Kernkraftwerke genannt. Auch in London wurden von der Polizei in den vergangenen beiden Jahren 20 verdächtige Drohnenflüge erfasst.

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