"Der Anwender selbst merkt von den Aktivitäten direkt nichts", erklärt Margarita Mitroussi, Sprecherin von Panda-Software. Bemerkbar mache sich der Schädling lediglich durch eine Bandbreitenreduzierung aufgrund der vermehrten Zugriffe.
Zu Unrecht verdächtigt
Problematisch könnte laut Panda-Software die Tatsache werden, dass Nutzern zu Unrecht der Besuch von pornographischen Seiten vorgeworfen wird. "Im günstigsten Fall gibt es Krach mit der Ehefrau. Im schlimmsten Fall mit der Polizei, sollten eventuell auch Seiten mit fragwürdigem Inhalt angesurft werden", so Mitroussi.
Browsezilla-Team wehrt sich
Das Browsezilla-Team reagiert in einem Statement auf seiner Web-Site auf die Anschuldigung empört. Die Darstellung von Panda-Software sei schlicht falsch und füge Browsezilla erheblichen Schaden zu, so das Browsezilla-Team. 80.000 Anwender würden die Software bereits einsetzen und Browsezilla zu einem populären Programm machen, so die Entwickler, die allerdings auch einräumen, dass einige Partner, "bei denen wir Werbeplatz kaufen", PicsPlace tatsächlich benutzen, um die Besuche ihrer Sites zu erhöhen. Allerdings installiere weder PicsPlace Browsezilla, noch umgekehrt.
Sourcecode soll Unschuld beweisen
"Wir haben Panda Software genügend technische Details geschickt, so dass sie unser Softwareprodukt noch einmal untersuchen können und erkennen werden, dass die auf ihrer Seite platzierte Presseinformation falsche Aussagen enthält." Sollte das Unternehmen bei seinen Aussagen bleiben und keine Beweise dafür vorlegen, werde man rechtliche Schritte in Erwägung ziehen, so das Browsezilla-Team. Sogar einen Blick in den Sourcecode gewähren die Programmierer, um die Anschuldigungen zu entkräften.
Klon des Mozilla-Browsers
Browsezilla zeichnet sich nicht nur durch einen freundlichen Dinosaurier als Markenzeichen aus, sondern vor allem durch die Ähnlichkeit mit dem verbreiteten Mozilla-Browser. Bei der Gestaltung der graphischen Oberfläche orientierten sich die Programmierer bewusst an dem bekannten Vorbild. Die Nutzer sollen so in erster Linie ermutigt werden, dem Angebot zu trauen, so Mitroussi. (pte)
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