Die Klage zielt nicht auf Entschädigungszahlungen, sondern ausschließlich auf die Entfernung der gegenwärtig rund 1000 Seiten, die zur Gewalt gegen Juden aufrufen, sowie auf eine Verbesserung der Kontrollmechanismen im größten sozialen Netzwerk. Rund 20.000 Israelis unterstützten binnen kürzester Zeit in einer Online-Petition die Klage gegen Facebook.
"So wie Facebook in der Lage ist, mir zu meinem Nutzerverhalten passende Werbung anzubieten und mir Kontakte zu Leuten mit gleichen Interessen zu vermitteln, muss es dem Netzwerk möglich sein, diese Drohungen zu erkennen und Beiträge, die Terrorattacken verherrlichen oder fördern, zu löschen", erklärte Schurat-HaDin-Direktorin Nizana Darschan-Leitner der Nachrichtenagentur AFP.
Facebook bezeichnete die Klage als "unbegründet" und kündigte an, sich "energisch" zu verteidigen. Hintergrund der Klage bilden zahlreiche Gewaltakte von Palästinensern gegen Juden in Israel, Jerusalem und dem besetzten Westjordanland, bei denen seit Monatsbeginn neun Israelis getötet wurden.
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