Dem österreichischen Judo-Team droht eine erneut medaillenlose EM. Thomas Scharfetter war am Samstag in Tiflis überraschend knapp an Edelmetall dran, verlor aber im Bronze-Kampf.
Der Salzburger (Sanjindo Bischofshofen) unterlag in der Klasse bis 90 kg dem Rumänen Alex Cret nach einer halben Minute mit Ippon. Für den 25-Jährigen ist der erreichte fünfte Rang sein bisher größter Erfolg.
„Ich habe leider das Finale verschlafen, bin stehen geblieben und er hat das beinhart ausgenützt. Schade, dass ich die taktische Linie der anderen Kämpfe am Ende nicht durchziehen konnte“, meinte der 25-Jährige. „Zuletzt haben wir bei Thomas öfters den Kopf geschüttelt, weil er als Trainingsweltmeister seine Top-Form im Wettkampf nicht annähernd abrufen konnte. Jetzt ist er nach einer längeren Durstrecke und einigen Verletzungen endlich wieder der Alte. Auch wenn’s mit der Medaille nicht geklappt hat, war es sein bisher größter Erfolg. Thomas darf stolz sein“, lobte ÖJV-Cheftrainerin Yvonne Snir-Bönisch.
Die letzte rot-weiß-rote Hoffnung auf Edelmetall ist am Sonntag Schwergewichtler Movli Borchashvilli.
Frühzeitig ausgeschieden sind am Samstag die zweifache Olympia-Medaillengewinnerin Michaela Polleres (Klasse -70 kg), Magamed Borchashvilli und Bernd Fasching (-81) sowie EM-Debütant Issa Naschcho (-90). Scharfetter kam hingegen nach einem Freilos und zwei Siegen ins Viertelfinale, das der Weltranglisten-98. gegen den Serben Nemanja Majdov aber verlor. In der Hoffnungsrunde gelang zunächst ein Sieg, ehe der Pongauer im Bronze-Duell gegen Cret den Kürzeren zog.
Borchashvili holte letzte EM-Medaille
Die letzte EM-Medaille für Österreich gab es vor zwei Jahren mit Bronze durch Shamil Borchashvili. Im Vorjahr ging das rot-weiß-rote Aufgebot leer aus.
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