Di, 21. August 2018

Bitkom-Studie:

16.04.2015 13:34

Cyberangriffe kosten Firmen viele Milliarden

Durch digitale Angriffe entsteht allein der deutschen Industrie nach Angaben des Branchenverbands Bitkom ein Schaden von rund 51 Milliarden Euro pro Jahr. Insgesamt sei gut die Hälfte aller Firmen in den vergangenen zwei Jahren Opfer von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden, teilte Verbandspräsident Dieter Kempf als Ergebnis einer Umfrage mit.

Am stärksten betroffen sei mit 68 Prozent die Automobilindustrie, gefolgt von der Chemie- und Pharmabranche (66 Prozent) sowie Banken und Versicherungen.

"Digitale Angriffe sind eine reale Gefahr für Unternehmen", sagte Kempf. Die meisten Firmen schützten sich jedoch nicht ausreichend. Gerade mittelständische Unternehmen, die mit 61 Prozent am stärksten betroffen seien, müssten bei der Sicherheit deutlich nachlegen.

Hardware-Klau und Social Engineering
Das am häufigsten auftretende Delikt ist laut Bitkom der Diebstahl von IT- und Kommunikationsgeräten. In 28 Prozent der befragten Unternehmen wurden in den vergangenen Jahren zum Beispiel Computer, Smartphones oder Tablets gestohlen.

Fast ein Fünftel (19 Prozent) der Firmen registrierten Fälle von sogenanntem Social Engineering, bei dem Mitarbeiter manipuliert werden, um an bestimmte Informationen zu gelangen. Vom Diebstahl sensibler elektronischer Dokumente oder Daten berichteten 17 Prozent der Firmen, von Sabotage ihrer IT-Systeme oder Betriebsläufe 16 Prozent.

"IT-Systeme und Datennetze sind das Einfallstor für digitale Spionage- und Sabotageakte", erklärte Kempf. Für die Studie wurden Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche von 1.074 Unternehmen befragt.

Täter sind oft (ehemalige) Mitarbeiter
Bei den Tätern handelt es sich der Erhebung zufolge zu 52 Prozent um aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter. "Die eigenen Mitarbeiter sind für Unternehmen die wichtigste Ressource, aber auch das größte Risiko", erklärte Kempf. An zweiter Stelle (39 Prozent) folgt das unternehmerische Umfeld - Wettbewerber, Lieferanten, Dienstleister und Kunden. Hobby-Hacker sind zu 17 Prozent für Cyberangriffe verantwortlich, ausländische Geheimdienste zu drei Prozent.

Fast ein Viertel des geschätzten Schadens von 51 Milliarden Euro machen laut Bitkom Umsatzeinbußen durch Plagiate aus. Es folgenden demnach Patentrechtsverletzungen und Umsatzverluste durch den Verlust von Wettbewerbsvorteilen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Anklage fallengelassen
Hillsborough-Katastrophe: Polizist entlastet!
Fußball International
Die „Krone“ vor Ort
Gruselig! Nur Polizei bei Salzburgs Geister-Hit
Fußball International
Kein Platz in Madrid
Real-Youngster Ödegaard geht zu Vitesse Arnheim!
Fußball International
Champions League
LIVE: Red Bull Salzburg muss gegen Roter Stern ran
Fußball National
Aus und vorbei
Thomas Doll nicht mehr Trainer von Ferencvaros
Fußball International
Franz Lederer gefeuert
Robert Almer neuer Sportdirektor bei Mattersburg!
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.