13.03.2006 11:40 |

Für Handy & Haus

Drahtloses auf der CeBIT

Alles Bluetooth auf der CeBIT! Bei aller Liebe zu Web 2.0, WiMax und anderen technischen Standards, die zurzeit gerade mal in Kinderschuhe passen, gibt es doch noch ein paar Hersteller, die auf den guten, alten Bluetooth-Standard setzen. Handymagnat Motorola zeigte mit dem H5 ein drahtloses Headset in Hörgerät-Größe und der französische Produzent Parrot setzt auf Fotorahmen mit Bluetooth-Technologie und drahtlose Hi-Fi-Boxen.

Parrot war bisher nur für mobile und drahtlose Navigationslösungen im und ums Auto bekannt. Mit dem „Photo-Viewer“ und dem „Parrot Sound System“ stürzen sich die Franzosen erstmals auf den Heimanwendermarkt.

Wenn der Liebling häufig wechselt…
Das Prinzip des Photo-Viewers ist ganz einfach: Ein Bilderrahmen mit LC-Display empfängt via Bluetooth Photos vom Handy bzw. PC. Das Display misst umgerechnet 11 mal 8 Zentimeter und kann bis zu 263.114 Farben darstellen. Es können auch mehrere Bilder als Diashow angezeigt werden. Wie viel interner Speicherplatz zur Verfügung steht, hat Parrot bisher nicht mitgeteilt. Der Photo-Viewer wird in einer Leder- und Holzausführung im späten Frühjahr 2006 für 229,- Euro erhältlich sein.

Lautsprecherkabel adé – Steckdosen braucht man noch
Für das Sound-System benötigt man ein Bluetooth-fähiges Sendegerät, welches den Audioübertragungs-Standard A2DP unterstützt. Ein paar MP3-Player, viele Handys und sowieso die meisten PCs schaffen das schon. Die Boxen werden in maximal zehn Meter Entfernung zueinander und zur Musikquelle aufgestellt, benötigen aber je eine Steckdose. Einmal aufeinander abgestimmt und vom Bluetooth-Gerät erkannt, kann die Home-Disco losgehen.

Pro Zwei-Wege-Lautsprecher stehen 60 Watt Leistung zur Verfügung. MP3s und Musik im SBC-Format können mit Bandbreiten von bis zu 192 bzw. 320 KBit/s übertragen werden. Ein ganz normaler Line-Eingang für den Anschluss von CD- bzw. DVD-Player steht direkt an einer Box zur Verfügung. Die drahtlosen Lautsprecher werden im Frühjahr 2006 für 359,- Euro erhältlich sein und dem glücklichen Käufer das Verlegen jeglicher Lautsprecherkabel ersparen.

Motorola zieht mit Headset-Ohrknopf nach
Nachdem Nokia schon auf der CES Anfang Jänner ein Mikro-Headset für Handys vorstellte und Sony Ericsson bereits mit einem ähnlichen Leichtgewicht Premiere feierte, zieht nun auch Motorola nach. Das H5 wiegt gerade einmal 7,4 Gramm und ist damit das bisher leichteste Handy-Headset. Es hält zwar nur 1,5 Stunden Sprechzeit durch, kommt aber mit aufladbarem Akku samt Ladegerät.

Für die Sprachaufzeichnung hat sich Motorola etwas besonderes Einfallen lassen: Das H5 nimmt die Sprache im Innenohr auf und nicht wie herkömmlich über den Mund. Wer sich jetzt probeweise die Ohren zuhält und ein paar Takte redet, weiß ungefähr wie das funktioniert: Das H5 „lauscht“ quasi mit, wenn wir uns beim Sprechen selber hören. Das Handy darf dabei bis zu zehn Meter von der Person entfernt werden. Das H5 wird ab Juni 2006 für 149,- Euro erhältlich sein.

Fotos © Parrot, Motorola

Sonntag, 09. Mai 2021
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