Einem Tesla-Fahrer kam seine Neugier teuer zu stehen: Der Nutzer wollte eine neue Notfall-Funktion ausprobieren und aktivierte diese. Danach musste er eine Rechnung von knapp 500 Euro berappen.
Während des Ladevorgangs ist ein Wegfahren von der Ladestation normalerweise nicht möglich: Eine Sperre verhindert, dass Stecker, Kabel oder Ladesäule beschädigt werden. Doch für Notfallsituationen hat das Unternehmen nun eine neue Funktion eingeführt. Damit wurde auf einen tödlichen Vorfall in Idaho reagiert. Dort wurden zwei Menschen während des Ladens ihres Teslas erschossen.
Tesla wies bei der Einführung der Funktion „Emergency Drive Away“ darauf hin, dass bei der Aktivierung sowohl das Fahrzeug als auch die Supercharger-Säule beschädigt werden kann. Lenkern drohe bei Missbrauch eine Strafe. Die Funktion ist bislang nur in den USA freigeschaltet.
Ein Tesla-Fahrer warnte davor, die Funktion aus Neugier auszuprobieren:
Vorfall kostet Geld, auch wenn Fahrzeug nicht bewegt wurde
Ein Lenker, der diese Warnung entweder nicht mitbekam oder bewusst ignorierte, hat nun eine Rechnung präsentiert bekommen. Er warnte andere auf der Plattform X, die Funktion ohne Notfall auszuprobieren. Tesla würde dafür 539 Dollar (rund 480 Euro) verrechnen, um nach dem Vorfall den Ladeanschluss zu inspizieren und die Warnmeldung zu löschen. „Ja, sogar wenn Sie den Wagen keinen Zoll bewegt haben“, erklärt der Nutzer.
Vor der Aktivierung der Funktion muss man zuerst eine Warnung bestätigen und wird darauf hingewiesen, dass Ladestation und Fahrzeug beschädigt werden können. Wenn man fortfährt, wird die Softwaresperre aufgehoben, der Ladestecker wird entriegelt und man kann wegfahren, auch wenn der Wagen noch mit dem Ladeport verbunden wird.
Kosten können unterschiedlich ausfallen
Nach dem Auslösen der Funktion muss das Fahrzeug im Service-Center auf Schäden überprüft werden, auch wenn es während des Ladens nicht bewegt wurde. Die Kosten für den Werkstatt-Termin können unterschiedlich ausfallen, wie weitere Tesla-Besitzer auf Reddit berichten: Einer berichtete, dass er aus Kulanz nichts zahlen musste, ein weiterer erhielt einen Kostenvoranschlag mit mehr als 255 US-Dollar und zahlte am Ende 33,15 US-Dollar. Ein anderer erklärte, er habe nach dem Test 178,20 US-Dollar für die Inspektion zahlen müssen.
Richtig teuer kann es werden, wenn man tatsächlich wegfährt, wenn man noch an der Ladesäule hängt: Laut Tesla kann die Reparatur einer Superchargers-Station bis zu 25.000 US-Dollar kosten.
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