Die Steiermark zwischen Pleiterekord und Rotstift: Die fetten Jahre sind vorbei, dieser Winter wird ungemütlich für jeden von uns.
Das zunehmend trüber werdende Herbstwetter passt zur Stimmungslage im Land: Es war schon einmal lustiger. Die Steiermark koppelt sich vom allgemeinen Negativtrend da bedauerlicherweise nicht ab. Im Gegenteil: Aus wirtschaftlicher Sicht bleibt sie das Sorgenkind Österreichs. Während bundesweit die Zahl der Firmenpleiten erstmals seit Jahren wieder sinkt, schnellt sie im Auto- und Industrieland nach oben.
Zu den Hunderten von Insolvenzen betroffenen Mitarbeitern sind jene noch gar nicht dazugerechnet, die von weitgehend „gesunden“ Firmen einen blauen Brief bekommen haben: Magna, AVL, Voestalpine. Licht am Ende des Tunnels ist nicht in Sicht, die Kreditschützer sehen auch für die kommenden Monate schwarz. „Der Gürtel muss enger geschnallt werden“, urteilt der Chef der Steiermärkischen, gespart wird an allen Ecken und Enden.
Zuspruch von der Politik darf sich die frustrierte Bevölkerung freilich nicht erwarten. Statt Zuckerln verteilt die zum Sparen gezwungene Landesregierung Kekse mit Stahlkanten, wie der Volksmund lästert. Die Abschaffung der ORF-Abgabe wird verschoben, bei den Sportvereinen der Rotstift gezückt, 150 Landesposten werden eingespart.
Ja, es wird ein langer, harter Winter, der uns allen viel abverlangen wird. Kommen Sie gut durch den Mittwoch!
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